Uni-Absolventen sollen anstelle der Lehrer die Schüler unterrichten

Ich sag´s ja, unser Land ist verzweifelt. Besonders, was die Bildung anbelangt. Plötzlich wird Geld zum Fenster hinaus geworfen und jetzt sollen Laien die besseren Lehrer sein.

Im Internet stieß ich auf einen Artikel, der den Vorschlag offerierte, in Deutschland einfach bessere Hochschul-Absolventen einige Jahre lang unterrichten zu lassen. Diese würden anstelle von richtigen Lehrern eingesetzt werden und die Leistung der Schüler verbessern.
Woher diese Schnapsidee stammt? Natürlich von dort, wo alle Schnapsideen herkommen: aus den USA.

Dort werden angeblich seit nunmehr zwanzig Jahren Uni-Abgänger eingesetzt, angeblich erfolgreich. Das Konzept begründe sich darin, dass die jungen Menschen einfach engagierter und motivierter an die Sache heran gehen, sie erkennen die Bedürfnisse und gehen sie auch tatkräftig an, anstatt sie einschlägig zu ignorieren. Mit ganzer Muskelkraft (oder eher Geisteskraft…) werden die Probleme angepackt. Dass das Erfolg verspricht, muss ich jetzt nicht weiter erklären, oder?

Aber dabei ist das mal wieder ein wunderbarer Tropfen auf dem heißen Stein. Denn in Amerika werden Leher ganz anders – schluriger – ausgebildet als hier, da dort das Ausbildungskonzept ein generell ganz anderes ist. Außerdem haben wir Lehrer! Und diese sollten motiviert, geschult und gefördert werden, keine Fachidioten aus der Uni, die vielleicht auch etwas anderes vorhaben.
Vielleicht sollten die Verantwortlichen darüber nachdenken, ob es nicht vielleicht effektiver ist, in das Ausbildungsprogramm junger, werdender Lehrer zu investieren? Diese Menschen sind es, die das Land braucht und die ihr Enagement und ihre Kraft einbringen müssen, denn sie sind es, die diesen Beruf nicht die nächsten zwei, sondern die nächsten vierzig Jahre ausüben werden!

Eigentlich wundert es mich bei solchen Nachrichten gar nicht, wo unser Land bezüglich PISA steh. Im Gegenteil. Wenn das so weiter geht, verspricht das Niveau kein besseres, als bisher, zu werden. Aber ich bin ja auch nur eine Schwarzmalerin und eine Spielverderberin. Vielleicht funktioniert das Konzept ja so gut, dass es eine Lawine an positiven Entwicklungen losstößt… aber, ich glaube es nicht.

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