Trauerfeier in Winnenden: Eltern schrieben offenen Brief an Politiker und forderten „endlich Konsequenzen“

Heute gehe ich nochmal auf den schrecklichen Amoklauf ein, der in Winnenden statt gefunden hat.

Denn heute fand die offizielle Trauerfeier für die mehr als 15 Opfer des schrecklichen Amoklaufs in Winnenden statt. Tim K. war in die Schule gestürmt und hatte viele Menschen, hauptsächlich Frauen, und sich selbst mit in den Tod gerissen. Warum und wieso bleibt weiterhin im Unklaren. Laut Focus habe er einen „Hass auf alle“ gehabt und sei deshalb wohl ausgerastet. Aber genaues weiß man (noch) nicht.

Heute versammelten sich die Angehörige in Winnenden, um sich zu verabschieden. N24 sendete die Zeremonie live, so dass ganz Deutschland den traurigen Feierlichkeiten digital beiwohnen konnte. Unter den Gästen fanden sich auch zahlreiche Politiker ein, darunter sogar unsere Bundeskanzlerin Merkel, die nach der Veranstaltung mit Eltern diskutieren wollten. Denn diese hatten in einem offenen Brief endlich „Konsequenzen“ gefordert. Währenddessen in der Zeremonie ansich an die Gäste appelliert wurde, jetzt zu trauern, zu weinen und zu klagen.

Für jedes Opfer wurde eine Kerze mit dem eigenen Namen entzündet. Der Täter selbst ist noch nicht beigesetzt und wo bzw. wann das stattfinden wird, wird im Unklaren bleiben. Der Priester ging während seiner Rede auf ihn ein, dass man auch ihn nicht „außer Acht“ lassen sollte. Ein schwieriges Thema, das er dort angeschnitten hat, ein Raunen wogte durch den Saal: Die Trauergäste wollten trauern, nicht wütend werden.

Es war eine furchtbare Tragödie, die mit Sicherheit für nachhaltige Konsequenzen sorgen wird. So haben schon zahlreiche Bürger in den umliegenden Orten von Winnenden freiwillig ihre Waffen abgegeben, um damit ein Zeichen zu setzen. Ich bin sicher, viele werden noch folgen und das Ganze wird noch lange in unseren Köpfen bleiben.

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