Unauthorized

This server could not verify that you are authorized to access the document requested. Either you supplied the wrong credentials (e.g., bad password), or your browser doesn't understand how to supply the credentials required.


Apache/2.4.25 (Debian) Server at adplayer.testroom-service.de Port 80

studiVZ – bedenklicher Spielplatz?

studiVZ ist wohl DAS Wort des Jahres! Als Student durfte man letztes Jahr dort nicht fehlen, mittlerweile hat es auch alle anderen mit meinVZ und schuelerVZ in seinen Bann gezogen. Aber der Trend hat auch seine Konsequenzen.

,,Sex ist nur schmutzig, wenn er richtig gemacht wird“, ,,Wir stopfen tote Ratten in Blumenvasen“ oder: ,,Mensch, was solls? Die Welt ist scheiße… mach Glitzer drauf!“ sind sogenannte Gruppen, die man auf den Profilen der jungen Menschen lesen kann. Provokante allgemeingültige Aussagen, die die Coolness des Betreffenden ausdrücken sollen.
Taffe Emanzen, sensible Machos, Nymphomanen und verkappte Künstler – jeder sucht sich seine Lieblingsneurose aus und verkauft sie als hippes Anhängsel. Je kurioser, provokanter, desto besser.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass insbesondere junge Menschen auf der Suche nach Selbstverwirklichung sind, wobei das gefälligst besonders individuell und komplett anders als alles vorher dagewesene sein muss. Da fallen dann so eingedeutschte Begriffe, wie ,,Seelenstriptease“, wenn ein Mensch auf Krampf sein komplettes Innerstes vor hunderten von Menschen ausbreiten muss, um sich irgendwie zu profilieren, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen, getreu dem Motto: Hallo, ich bin der Nabel der Welt, die Erde dreht sich nur um mich, ich bin etwas ganz Besonderes!

Was viele dabei nicht wissen: Auch Arbeitgeber loggen sich mittlerweile unter geheimen Accounts ein, um aufgrund der Profile ihre Bewerber zu sortieren. Oder auszusortieren, besser gesagt.
Auch, wenn man sein Profil mittlerweile so schalten kann, dass es nicht für alle zugänglich ist: Man sollte schon darauf achten, wer sich sein Profil angucken kann/darf und was man seinem Gegenüber damit auch vermittelt.

Ich persönlich finde es eher anstrengend, dass jeder sich selber viel zu wichtig nimmt und sich auf Teufel komm raus selber präsentieren muss. Anstatt sich permanent in den Mittelpunkt stellen zu wollen, sollte man auch ruhig mal den anderen zu Wort kommen lassen: Jeder Mensch ist anders und aus diesem Grund kann man viel voneinander lernen – wenn man denn auch einmal zuhört und nicht immer nur gegenan brüllt.

No Responses