Sprache im Beruf – Ausbildungswege zum Übersetzer

Sprache im Beruf - Ausbildungswege zum ÜbersetzerÜbersetzer – Traumberuf für eine stetig wachsende Anzahl von Menschen. Besonders in Westeuropa gewann und gewinnt dieser Beruf, nicht zuletzt im Rahmen der rasant fortschreitenden Globalisierung, immer mehr an Bedeutung. Sprachmittler tragen große Verantwortung bei ihrer Tätigkeit, denn ein einziger falsch übersetzter Ausdruck kann, beispielsweise in Gesetzestexten, verheerende Auswirkungen haben. Umso wichtiger ist daher eine fundierte Ausbildung.

Unverzichtbar für das gegenseitige Verständnis der Nationen

Die meisten Übersetzer sind freiberuflich tätig und erhalten ihre Aufträge sowohl von staatlichen als auch privaten Organisationen und Verwaltungen. Übersetzungsagenturen stellen weltweite Verbindungen zwischen Auftraggebern und einem Pool an Übersetzern für jede nur denkbare Sprache her. Informationen hierzu finden sich z. B. auf der Webseite www.tolingo.com/de.

Kein geschützter Begriff

Als Berufsbezeichnung ist der Begriff nicht geschützt. Allerdings wurden in Deutschland Qualitätsstandards entwickelt, die auf mehreren Wegen und an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen erworben werden können.
Der klassische Weg zum Traumberuf führt hierzulande über ein dreijähriges Studium an einer Universität oder Fachhochschule, das mit dem akademischen Titel des Bachelor of Arts abgeschlossen wird. Da ein Übersetzer neben exzellenten Kenntnissen der Zielsprache auch umfassende kulturelle, wirtschaftliche und landesspezifische Kenntnisse für seine Tätigkeit mitbringen muss, wird er sich im Studium nicht nur auf eine erste Fremdsprache festlegen, sondern diese Sprache mit anderen Fächern kombinieren. Dazu werden meistens die Bereiche Wirtschaft und Recht sowie Technik und Naturwissenschaften (einschließlich Medizin) angeboten. Wer später mehrsprachig tätig sein will, kann im Studium wahlweise eine zweite Fremdsprache belegen.

Auch andere Wege führen zum Ziel

Da das Berufsbild nicht einheitlich definiert ist, bereiten auch Berufsfachschulen sowie zertifizierte Sprachschulen in zwei bis drei Jahren auf Übersetzer-Abschlüsse vor. Je nach Schwerpunkt der angestrebten Tätigkeit müssen spezielle Prüfungen abgelegt werden. Wer beispielsweise als beeidigter Übersetzer bei Gericht arbeiten möchte, für den ist ein universitäres Prüfungszeugnis unerlässlich. Wer bereits im Beruf überdurchschnittliche Sprachkenntnisse erworben hat, kann auch ohne akademische Ausbildung einen qualifizierten Abschluss, z.B. in mehreren Bundesländern bei der IHK, erwerben.
Für all jene, die sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Übersetzer qualifizieren möchten, bietet sich zur Vorbereitung ein Fernstudium an. Mehrere Anbieter haben zertifizierte Kurse im Programm, die zum einen staatlich anerkannt sind und zum anderen dem Berufstätigen die Möglichkeit eröffnen, sich in seinem eigenen Tempo auf eine Übersetzer-Prüfung vorzubereiten. Das Selbststudium wird nur wenige Male unterbrochen von obligatorischen Präsenzseminaren, die üblicherweise an Wochenenden stattfinden.


Foto von: Fotolia, 38718515, thingamajiggs

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