Spar-Werbung verleitet Kunden dazu mehr Geld auszugeben

Wie oft hat sich der ein oder andere Mann darüber lustig gemacht, dass seine Frau beim bummeln ein Schnäppchen ergattert hat und gleich noch was dazu, weil ja Geld übrig war. Was Männer zum Kopfschütteln bringt und was Frauenherzen höher schlagen lässt treibt den Herstellern die Glückstränen in die Augen.

Jeder Mensch, der schon mal etwas im Sonderangebot gekauft hat, der weiß welche Macht oftmals so ein kleines rotes Preisschild auf einen ausüben kann. Auch kennt es wohl jeder, dass man sich damit nicht zufrieden gibt, sondern von dem „gesparten“ Geld sich was extra kauft. Vor der Reduzierung wäre das ja nicht drin gewesen.


Werbung, die zum sparen auffordert bewirkt das Gegenteil
Werbung ist ja im Grunde nur reine Manipulation des Kunden. Dieser soll dazu aufgefordert werden ein bestimmtes Produkt einem anderen, vielleicht sogar wesentlich günstigeren, vorzuziehen. Um das zu erreichen wird die Werbung mit den Grundbedürfnissen des Menschen gespickt: Attraktivität, Erfolg, Geld. Eine Studie der University of Miami hat nun herausgefunden, dass Spar-Slogans anreizen mehr Geld auszugeben, als man eigentlich wollte.

Ein Spar-Slogan ist nicht gleich ein Spar-Slogan
Es ist besonders interessant, dass nicht jede Werbung dieses Effekt erzielen kann. So heißt es in der Studie, dass die Kunden, die in irgendeiner Weise z.B. mit dem bekannten Namen „Walmart“ konfrontiert werden nicht dazu neigen mehr Geld auszugeben, sondern eher besonders sparsam zu sein- obwohl der Lebenmittelsupermarkt doch als Sparoase schlechthin gilt und galt.

Die Studie in Zahlen
Es wurden insgesamt 500 Menschen zu der Studie zugelassen.

  • 250 Menschen bildeten die erste Gruppe
    Sie wurden mit verschiedenen neutralen Begriffen mit den Namen bekannter US-Discounter konfontriert. Dazu gehörten  Walmart, Dollar General, Home Depot, Ross und  Sears. Diese Gruppe war bei einer gefakten Einkaufstour bereit rund 84 Dollar auszugeben.
  • 250 Menschen die zweite Gruppe
    Die anderen beamen Spar-Slogans der günstigeren Supermärkte zu lesen, wie sie auch jeder von uns in Deutschland kennt. Die Teilnehmer dieser Gruppe waren anschließend bereit bis zu 184 Dollar auszugeben.

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