Schulwahl – Waldorf-Schule


Für Eltern stellt sich gerade in den jungen Jahren der Kinder die Frage, welche Schulform am geeignetsten wäre, um die ideale Bildung des Kindes zu ermöglichen. In Deutschland existieren dabei ganz unterschiedliche Formate mit erheblich ungleichen Ansätzen.

Das Image der Waldorf-Schule ist inzwischen vollkommen verstaubt und erzeugt bei vielen Menschen noch immer das Bild vom zurückgebliebenen Naturmenschen. Wesentliches Merkmal der Waldorf-Schule ist die Entwicklung des Menschen anstatt bloßer Wissensvermittlung. Dabei wird auf ein Notensystem, auf Lehrbücher sowie das Sitzenbleiben verzichtet, stattdessen werden die Schüler über einen längeren Entwicklungszeitraum von einer Bezugsperson begleitet. Neben den intellektuellen Ansprüchen sollen auch handwerkliche und künstlichere Talente gefördert werden.

Die Kosten richten sich nach dem Einkommen der Eltern, die dadurch auch erheblichen Einfluss auf die Bildung besitzen. Die meisten Waldorf-Schulen sind aus Eltern-Initiativen entstanden, die mit der klassischen Schulbildung unzufrieden waren, weshalb die Organisation in den Händen eines Lehrer- und Elternkollegium gelegt wird.

Durch Vorgaben der jeweiligen Bundesländer kann ein jeder Schulabschluss auf der Waldorf-Schule abgelegt werden. Nachteil der Schule ist aber das Studium im Anschluss an die Schulzeit, weil dort auf das Wissen der regulären Schulzeit zurückgegriffen wird, welches aber nur in Teilen an den Waldorf-Schulen vermittelt wird.

Die Philosophie der Waldorf-Schule beruht auf den Anthroposophen Rudolf Steiner, der die erste Waldorf-Schule im Jahr 1919 in der Nähe von Stuttgart eröffnete und den allseits üblichen Effizienzdruck, Konsumdiktat und Medienpenetranz entgegen wirken wollte. Der hier ausgebildete Mensch soll ein wohl tuender Gegenentwurf zur existierenden Gesellschaft bilden.

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