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Schule ohne Zensuren, Klassenarbeiten und Zeugnissen in Baden-Württemberg

Schlechte Reformen, wackelige Konzepte, entnervte und mutlose Pädagogen. Viele Eltern bangen um die schulische Zukunft in Deutschland und beschweren sich lautstark darüber. Bildungstechnische Krisensitzung ist angesagt, so zumindest schmollen viele Familien.

Doch was, wenn man die ganze Sache kurzerhand einfach mal selber in die Hand nimmt? Wenn man mutig und mit hervor geschwellter Brust losmarschiert und sagt: ,,Jetzt reicht´s mir. Ich mach´s selbst!“?
Geht nicht? Denken Sie jetzt vielleicht? Ha, geht ja wohl. So geschehen nämlich in Baden-Württemberg, wo sich engagierte Eltern einfach zusammen getan und ein Gebäude gekauft haben.

Freies Lernkonzept nennt sich die moderne Geschichte und ist eine innovative Schule, die dem konservativen Schulsystem mal kräftig was entgegen setzen möchte. Kinder haben hier die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was sie wie und wann lernen. Es gibt keine Klassenarbeiten, kein Endzeugnis und somit keinen Leistungsdruck. Drei Wochen lang keinen Deutsch-Unterricht? Kein Problem, dafür hat Paula eben drei Wochen intensiv Mathematik gelernt, weil das gerade irgendwie mehr nach ihrem Sinn war. 

Am Ende des Jahres entscheidet kein Zeugnis über die Versetzung, es gibt kein ,,gut“ oder ,,schlecht“. Nur eines ist wichtig: Dass der Lernplan eingehalten wird und die Schüler am Ende das erforderliche Wissen besitzen. Denn die Schule ist mittlerweile staatlich anerkannt. Lehrer und Eltern arbeiten eng zusammen, Seite an Seite, anstatt gegeneinander. Sozialpädagogik sei nämlich wie Fußball, wird auf der Webseite erklärt: Jeder scheint etwas davon zu verstehen. Und jeder hat eine andere Meinung.

Finde ich toll. In unserer extem Leistungsorientierten Gesellschaft ist diese freidenkende Schule wie Frischluft in einer abgestandenen Muffel-Bude. Kinder werden nicht unter Druck gesetzt, sondern gefördert. Lehrer sind nicht auf sich allein gestellt und müssen sich permanent vor Eltern rechtfertigen, sondern hier werden die Erziehenden einfach direkt mit einbezogen. Geleitet wird die Schule mit Herz von Menschen, die mit Leib und Seele dabei sind und wirklich etwas verändern wollen – nicht vom halb pensionierten Langzeitlehrer, der eigentlich gar keine Lust mehr auf den Job hat.

Hoffentlich etabliert sich diese Lehrmethode auch in anderen Schulen. Und hoffentlich färbt das Konzept ganz bald und ganz schnell auf das restliche Deutschland und unsere Bildungspolitik ab!