Schule ohne Abschluss – was kommt danach?

Etwa 8 Prozent aller Schulabgänger, verlassen die Schule ohne Abschluss. Das ist immerhin jeder Zwölfte. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt minimieren sich für solche Jugendlich dadurch enorm.

Abiturienten sind Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt

Eine gute Ausbildung ist wichtiger denn je. Doch wenn es bereits am Schulabschluss hapert, sinken auch die Möglichkeiten im Berufsleben. Besonders an Hauptschulen ist die Rate der Schulabbrecher hoch. Häufig ist Perspektivlosigkeit ein Auslöser: Immer mehr Jugendliche entscheiden sich für das Abitur, wollen aber im Anschluss nicht studieren sondern gehen in gewerbliche Berufe. Mit ihrer besseren Ausbildung verdrängen sie so zusehends die Haupt- und Realschüler. Deren Motivation, sich anzustrengen, sinkt dadurch natürlich enorm.

„Die Schere zwischen Jugendlichen, die ohne Hilfe keinen Einstieg mehr ins Berufsleben schaffen, und Unternehmen, die immer höhere Anforderungen an ihre Mitarbeiter stellen müssen, öffnet sich zusehends“, so Georg Ludwig Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zu Spiegel online.

Die Gründe sind vielfältig

Aber auch andere Faktoren spielen bei der Entscheidung für einen Schulabbruch eine Rolle. Der Beginn ist schleichend und manifestiert sich oft über Jahre. Indikatoren sind häufig Leistungsschwächen, soziale, familiäre oder strukturelle Probleme, genannt seinen Stichworte wie Mobing oder Sitzenbleiben. Besonders hoch ist die Rate der Schulabbrecher bei Schülern mit Migrationshintergrund.
Und leider naht Hilfe meist erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Dann stehen Eltern, Schule und auch Sozialarbeiter meist hilflos da.

Hilfe statt Resignation

Dabei gibt es einfache und sinnvolle Lösungswege. Viele Schulen bieten bereits Schulpraktika oder berufsvorbereitende Kurse an, die den Schülern die Möglichkeit bieten, bereits während der Schulzeit ins Berufsleben „reinzuschnuppern“. Angenehmer Nebeneffekt dabei ist, das die Motivation der Jugendlichen steigt und sich gleichzeitig ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Doch auch aufgrund einer fehlenden gesamtdeutschen Schulpolitik ist dieses Modell noch nicht bundesweit etabliert, da es in Länderhand liegt. Die „Investition“ wäre aber mehr als sinnvoll, denn Schulabbrecher kosten den Staat jährlich 1,5 Milliarden Euro.

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