Schulbücher werden immer wieder diskutiert: Ist Pflichtlektüre im Unterricht sinnvoll oder nicht?

Schulbücher sind ja auch so ein umstrittenes Thema in Deutschland. Welche Bücher die richtigen sind, das meint jeder zu wissen.

Pflichtlektüre schimpft sich eines der wichtigsten Instrumente des Deutsch-Unterrichts. Pflichtlektüre sind Bücher, die während der Schulzeit gelesen werden müssen. Der Lehrplan hat da einige interessante Werke zusammen gestellt, während die meisten Schüler eifrig stöhnen und sich dagegen sträuben, überhaupt eine Seite umzublättern.

Problematisch ist die Tatsache, dass diese Bücher immer wieder diskutiert werden – wie sinnvoll oder schädlich sie sind, was sie bringen und was für einen Effekt sie am Ende tatsächlich haben. Keiner weiß das so genau. Aber jeder meint, es genau zu wissen. Besonders die Schüler haben da eine einschlägige Meinung: Sie nerven. Und sind zeitraubend.
Deshalb gebe auch ich heute mal meinen wertlosen Senf dazu.

Ich finde, dass diese Bücher sehr wichtig sind – ganz egal, was es für Bücher sind. Hauptsache, sie haben vielschichtigen Inhalt, der die Schüler lehrt, über den Tellerrand zu schauen und über die Dinge, die man so serviert bekommt, nachzudenken und sich eine eigene Meinung zu bilden. Das schöne an der freien Interpretation ist ja, dass sie uns einiges über uns selbst beibringt – mittels Eigenreflexion und Komplexität des Nachdenkens. Das Spielen mit der deutschen Sprache kommt dann noch einmal hinzu und hilft Schülern, Lust am Schreiben zu entwickeln. Oder zumindest, öfter mal ein Buch in die Hand zu nehmen.

Natürlich sollte in der Liste dieser Werke klassische Literatur nicht fehlen – das gehört schlichtweg zur Allgemeinbildung. Aber die Schüler sollten auch die Möglichkeit haben, sich selbst für bestimmte Bücher zu entscheiden. Das fördert die Motivation und kann auch den Lehrer inspirieren. Denn oft bringen junge Erwachsene Bücher mit, die der Lehrer (noch) nicht kennt und für die er sich gerne begeistern lässt.