Schon wieder etwas Neues: Englisch-Unterricht wird weiterhin hart kritisiert

Wie ich ja bereits schrieb, steht der Englischunterricht an den Grundschulen unter hoher Kritik. Wurde die Reform zu schnell durchgeführt?

Kinder lernen in der Grundschule Englisch. Sprachfenster im Gehirn, die noch offen stehen und das Erlernen von Fremdsprachen deshalb erleichtern. Es gibt viel Geschwafel, weshalb es gut ist, Schüler schon früh mit bevorstehenden Herausforderungen zu konfrontieren. Und so wurde vor einigen Jahren auch der Englischunterricht in die Grundschulen integriert. Darüber – und auch über die hagelnde Kritik – habe ich schon letztens berichtet. Aber es werden immer weitere Gründe für die Abschaffung dieses Unterrichtes gefunden.

Jetzt resümieren Lehrer, Pädagogen und Wissenschaftler: Der Unterricht bringt gar nichts. Angeblich spüre man am Ende der fünften Klasse, der sogenannten Orientierungsstufe also, nicht mehr, dass einige Kinder schon Englisch gelernt hätten und andere nicht. Alle seien auf demselben Stand, niemand hätte Vorteile aus dem Unterricht gezogen. Woran liegt das? Dass der Unterricht nur halbherzig durchgeführt wird. Anstatt Grammatik zu pauken, singen die Jüngsten. Oder sprechen nach. Sie ,,spielen“ – aber gelernt wird dabei nichts.

Ein weiterer Punkt ist, dass der Unterricht zu selten stattfindet. Also fast gar nicht. Das Wenige, das gelehrt wird, wird höchstens sporadisch vertieft. Das Gelernte schnell vergessen.
Deshalb plädieren viele Experten dafür, ihn wieder abzuschaffen. Und ich sage: Nee! Die Idee ist nämlich auch immer noch eine gute. Wieso denn abschaffen, weshalb denn nicht verbessern? Hier gibt es noch einmal ausführliche Infos über diesen Unterricht.

Auch die Lehrer stehen unter Kritik. Aber das hatte ich im letzten Artikel zu diesem Thema ausführlich beleuchtet. Der Englisch-Unterricht war eine der wenigen guten Ideen, die unsere Bildungspolitik in den letzten Jahren ausgespuckt hat. Das Problem ist nur, dass immer alles zackzack passieren muss, Reformen vorschnell durchgezogen werden und am Ende nur halbherzig passieren, weil niemand bei diesem Tempo mithalten kann. So war das auch mit dem Unterricht. Tolle Idee, aber an der Umsetzung hat´s gehapert – schnell umgesetzt, zu wenig geplant. Hoffen wir, dass die großen Bildungspolitiker aus all diesen Miseren endlich etwas lernen.

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