Rauchen in der Schule: Wie verhindern?

Ein immer wieder durchgekautes Thema ist das Rauchen an Schulen. Und minderjährige Raucher, die in den Pausen heimlich hinter das Gebüsch kriechen, um sich dort die Kippe anzuzünden. Doch was bringt wirklich etwas? Einfach nur verbieten, darin sind wir uns wohl alle einig, macht das Ganze noch interessanter und verlockender.

Könnt ihr euch noch an eure erste Zigarette erinnern? Ich saß mit meiner Freundin auf dem Dachboden ihrer Eltern, wir waren fünfzehn und unheimlich cool (klar), und sie steckte sich gerade einen Glimmstengel an. Eigentlich war ich bis dato überzeugte Nichtraucherin, aber jetzt packte mich doch die Neugierde und ich wollte einfach wissen, wie das ist und wie das schmeckte.
“Willst du?“, fragte meine Freundin. „Geb´mal rüber!“, erwiederte ich lässig.
Was soll ich sagen? Es war natürlich grauenvoll.
Trotzdem vergingen einige Jahre, bis ich mit der lästigen Gewohnheit wieder aufhören sollte. Und es fiel mir sehr schwer, die Sucht zu bekämpfen.

Deshalb legen Lehrer in Schulen ja auch viel Wert auf Prävention. Zu meiner Zeit gab es noch eine offizielle Raucherecke, in der 16jährige Schüler rauchen durften. Heute ist die natürlich längst abgeschafft, aber da Verbote alles noch verlockender und interessanter machen, steht die Frage immer noch ungeklärt im Raum.

Eine Antwort ist die Aufklärung. „Abschrecken ist besser als sterben“, polarisiert dieser Artikel schon im Titel. Eine Anti-Raucher-Kampagne soll Schüler aufklären und ihnen aufzeigen, was im Körper passiert, wenn er sich mit dem Teer in der Lunge herumschlagen muss. Wie Lungenkrebs entsteht und was für Schäden man geistig und körperlich an dieser vermeintlich harmlosen Droge nimmt.

Das ist nett. Und eine hübsche Idee. Allerdings glaube ich, dass andere Einflüsse aus der Freizeit viel stärker auf das Kind wirken, als ein Professor im weißen Kittel, der vor der Tafel mit erhobenem Zeigefinger erklärt, dass das ungesund ist. Das wusste ich damals auch schon, dass der Mist nicht gesund sein kann, trotzdem rauchte ich. Jahrelang.

Einer dieser Einflüsse sind die Eltern. Wenn die rauchen, können sie noch so oft betonen, dass sie es eigentlich nicht tun möchten, das Kind hört „blabla“ und sieht, wie der Stengel immer und immer wieder angezündet wird.
Rauchen wird solange cool bleiben, wie Menschen rauchen. Und wenn in der Gesellschaft die von „ganz oben“ rumstänkern, dass das nicht gut ist, die Menschen damit aufhören sollten, dann werden die Kinder ganz lässig mit den Schultern zucken und trotzdem anfangen. Weil es alle anderen ja auch tun. Und weil es eben cool ist, sich gegen die Lehrer aufzulehnen.

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