Pubertät und Schule – verträgt sich das?

Die Schule läuft seit Jahren fast wie von selbst, die Eltern sind sehr stolz auf den sprießenden Sprössling, dem der Lernstoff offensichtlich so wenige Probleme bereitet und wollen sich gerade entspannt zurück lehnen, als der Schreck beginnt: die Pubertät.

Die Pubertät ist schon einmal ein Begriff, bei dem viele Eltern schreckensgeweitete Augen bekommen oder resigniert aufseufzen. Die Pubertät ist definitiv kein Spaß für Eltern und Familie, die Pubertät ist ein fieses Monster, welches sich plötzlich im eigenen Kind eingenistet zu haben scheint. Von einem Tag zum anderen ist der kleine Schüler nicht mehr das Kind, was es vorher war. Sonst so freundlich, bellt es seine Mutter nach der Schule an. Er ist frech, duscht nur noch ungern und hört so laute Musik, dass die Wände wackeln.

Die ersten Partys, die erste Zigarette und der erste Kuss. Die Kiddies werden geschlechtsreif und finden das andere Ufer plötzlich gar nicht mehr so ,,doof“. Und in dieser aufregenden, bunten, anstrengenden Zeit ist natürlich eine Sache besonders unwichtig, die Schule. Diese wird vernachlässigt, im schlimmsten Falle sogar geschwänzt. Auf jeden Fall wird auf einmal nicht mehr so beharrlich gelernt, wie vorher. Es gibt ja auch soviel spannendere Sachen! Zum Beispiel von Thorsten auf seinem Moped rumgefahren zu werden. 😉

Eltern sind in dieser Zeit oft ratlos, wollen den schwächelnden Schulnoten nicht tatenlos zusehen und verhängen allerhand Regeln und Verbote, um den Knirps zu zwingen, sich mit seiner Leistung auseinander zu setzen. Meistens bringt das nichts, es verschlimmert die Situation oft nur noch. Aber was kann man denn tun, um den vor sich hin rockenden Teenager ein wenig zu bremsen?

Schwierig. Fingerspitzengefühl ist gefragt. Da die Pubertät eine Zeit der Abgrenzung von den Eltern darstellt, sollte man den Jugendlichen ihre Freiheit lassen. Diese aber auch nicht hemmungslos, Regeln sollten aufgestellt und von den Kiddies auch eingehalten werden. Außerdem sollte man sich immer anbieten, offen bleiben und für die Kids da sein. Zeigen, dass man Verständnis hat, jedoch nicht alles toleriert und dass man den Zögling in seiner Entwicklung unterstützt.

Was die Schule anbelangt: nicht zu streng, nicht zu locker. Der richtige Mix macht´s. Der Schüler sollte schon seine Konsequenzen zu spüren bekommen, wenn es nicht mehr so glatt läuft, allerdings sollte auch nichts überdramatisiert werden. Aus einer 1 wurde eine 3? Nagut, dafür wird sie im nächsten Jahr wieder besser. Kritisch wird es erst, wenn die Versetzung gänzlich gefährdet ist.

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