Privatschulen – die beste Ausbildung für mein Kind

Etwa zwei Privatschulen werden momentan pro Woche gegründet. Immer mehr Eltern vertrauen nicht mehr auf staatlichen Schulen und suchen andere Wege, um ihren Sprösslingen eine optimale Förderung und Ausbildung zu ermöglichen. Dabei geht es auch immer mehr um  Wertevermittlung.

Schulen sehen sich immer öfter mit den Aufgaben der Eltern konfrontiert. Es geht dann oft nicht mehr um Biologie und Mathematik, sondern um grundlegende Voraussetzungen eines gemeinschaftlichen Lernens und Bildens. Das Klassenzimmer wird zum Wohnzimmer, in dem Werte wie gegenseitiger Respekt, Disziplin und Vertrauen immer mehr in den Vordergrund geraten. Staatliche Schulen und deren Lehrer sind damit oftmals überfordert.

Privatschulen als Alternative für die Ausbildung an staatlichen Schulen

Das Vertrauen der Eltern, dass die Institution Schule den neuen Anforderungen neuer gesellschaftliche Strukturen gerecht wird, schwankt. Starre Unterrichtspläne verfehlen die Bedürfnisse der Kinder, die heute in die Schule kommen. Privatschulen scheinen für viele Eltern  immer attraktiver zu werden.

Privatschulen liegen nicht in der Trägerschaft des Staates. Träger sind kirchliche Organisationen, Gewerkschaften, Vereine, Privatpersonen und sonstige Gesellschaften. Die Gründung von Privatschulen ist im Grundgesetz verankert und der Staat ist verpflichtet die Gründung dieser Schulen zu unterstützen. Da das Schulwesen in den Kompetenzen der einzelnen Länder liegt, hat jedes Bundesland andere Bedingungen für Privatschulen.

Ausbildung an Ersatzschulen und Ergänzungsschulen

Man unterscheidet bei Privatschulen zwischen Ersatzschulen und Ergänzungsschulen. Damit die Schulen anerkannte Abschlüsse, wie Abitur oder einen Wirtschaftsabschluss, vergeben dürfen und der Besuch die Schulpflicht erfüllt, bedürfen diese Ersatzschulen einer staatlichen Anerkennung oder Genehmigung, und sind der staatlichen Aufsicht unterworfen. Etablierte Ersatzschulen sind zum Beispiel Waldorf- und Montessori-Schulen.

Für Ergänzungsschulen gilt, dass sie in der Regel die Schulpflicht nicht erfüllen. Ergänzungsschulen bieten vor allem neue Bildungsgänge an, für die es keine Entsprechungen bei staatlichen Schulen gibt, wie zum Beispiel Sprachschulen, Schauspielschulen oder Dolmetscherschulen.

Stipendien, Schulgeld und Ermäßigungen von Privatschulen

Privatschulen haben nach einer Studie des Statistischen Bundesamtes von 2006 starken Zuwachs.  Die Zahl der Privatschüler ist seit 1992 um mehr als die Hälfte auf insgesamt 873.000 Schüler im Schuljahr 2005/2006 gestiegen. Viele Privatschulen sind, trotz der öffentlichen Finanzierung, gezwungen ein hohes Schulgeld zu erheben, um ihre Kosten zu decken.

Um dennoch allen Interessenten die Ausbildung an Privatschulen zu gewährleisten, gibt es Stipendien, Geschwisterermäßigungen oder ein nach dem Einkommen der Eltern gestaffeltes Schulgeld. Privatschulen, die kirchliche Träger haben, verlangen oft nur wenig oder gar kein Schulgeld.

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