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Praktika – Ausbeute oder Chance?

,,Generation Praktikum“ ist mittlerweile jedem Studenten ein geläufiger Begriff.

Die heiligen Praktika – hoch gelobt, ohne geht einfach mal gar nichts mehr. Jeder sollte nicht nur eines gemacht, sondern jeder sollte sich auch darum gerissen haben. Jeder Student sollte auf Knien rutschend seinem Chef für den kostbaren Platz dankbar sein.

Und ich sage ganz klar: Nein Danke! Ich finde es auch absolut wichtig, ein Praktikum zu absolvieren, mal in seine zukünftige Berufswelt hinein zu schnuppern, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen zu sammeln. Alles ja soweit auch prima. Und das man diese Sache auch mal für,,lau“ macht -auch nicht das Problem. Mir stößt nur sauer auf, dass viele Studenten – sogar Schüler – einfach ausgenutzt und ausgebeutet werden. Da viele Bereiche total überlaufen sind, sind die Studenten teilweise bereit, einiges für so einen Platz zu tun.
Überstunden, Spezialisierung im Kaffeekochen und am Ende des Jahres eigentlich nichts gelernt – das ist oftmals nackte Realität.

Die Betriebe sind heilfroh über die günstigen Aushilfskräfte und nutzen die dann auch schamlos aus. Denn Aushilfen bekommt Chef auf dem jetzigen Markt einfach hinterher geschmissen, Studenten sind Massenware und das Geld ist ja auch knapp. Und überhaupt, Profit geht eben über alles. So passiert es, dass viele Studenten nach ihrem Studium von Praktikum zu Praktikum kriechen, immer am Existenzminimum leben und sich irgendwann desillusioniert fragen: Und dafür habe ich jetzt jahrelang gelernt…?

Auch mein Studiengang ist rettungslos überlaufen, hier habe ich schon Freunde mit Burn-Out-Syndrom erlebt, die sich für ihr Praktikum wirklich bis zur Erschöpfung gearbeitet haben. Wenn denn wenigstens eine Festanstellung heraus springen würde oder zumindest die Aussicht darauf – gebe ich ein geknurrtes Okay, aber so? Für nichts und wieder nichts? Für die ,,wertvolle“ Erfahrung? Am Ende wird der Praktikant ausgetauscht – und die schwarzen Zahlen vermerkt händereibend der Chef.

,,Generation Praktikum“ – auch ich gehöre dazu. Und ich muss zu meinem Leidwesen gestehen, hätte ich damals ein Volontariat ,,ergattert“, ich hätte mich wohl genauso überarbeitet und ich würde es auch immer noch tun, für nichts und wieder nichts. Das ist eben der Preis eines jeden Träumers 😉 – aber richtig muss ich es deshalb noch lange nicht finden, oder?