Oberstufenzentrum

Oberstufenzentren vereinen in der Regel gleich mehrere verschiedene Schulformen unter einem Dach. Damit bieten OSZ vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Allein in Berlin gibt es 36 Oberstufenzentren.

Berufsschule

Im Rahmen der Dualen Ausbildung unterliegt jeder Auszubildende in einem der Rund 350 anerkannten Ausbildungsberufe der Schulpflicht an der entsprechenden Berufsschule, die für die Vermittlung der fachtheoretischen Kenntnisse verantwortlich ist. Der Unterricht in der Berufsschule soll neben der praktischen Ausbildung im Betrieb auf die Abschlussprüfung vor der entsprechenden Kammer vorbereiten.

Berufsfachschule

Berufsfachschulen bieten Schülern die Möglichkeit einen Abschluss in bestimmten Ausbildungsberufen zu erlangen ohne sich in einem klassischen Ausbildungsverhältnis zu befinden. Ein staatlicher Abschluss zum technischen oder kaufmännischen Assistenten ist ebenso möglich. Zur Zeit kann nur in einigen der anerkannten Ausbildungsberufe in dieser Form ein Abschluss mit der Prüfung vor der jeweiligen Kammer erworben werden. Je nach angesteuertem Bildungsziel sind Hauptschul- oder erweiterter Hauptschulabschluss bzw. Mittlere Reife Zulassungsvoraussetzung.

Berufsoberschule

Im Rahmen eines zweijährigen vollzeitschulischen Bildungsganges an einer Berufsoberschule wird die fachgebundene Hochschulreife oder aber die allgemeine Hochschulreife erworben. Um die allgemeine Hochschulreife zu erwerben muss aber ebenfalls eine zweite Fremdsprache belegt werden bzw. die Kenntnisse dieser nachgewiesen werden.

Fachoberschule

Wer bereits einen Hauptschul- oder Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung (oder fünfjährige Berufserfahrung) verfügt, kann an dieser Schule die allgemeine Fachhochschulreife erwerben, die zum Studium an jeder Fachhochschule in der Bundesrepublik Deutschland berechtigt. Je nach Ausrichtung des OSZ kann zwischen verschiedenen Spezialisierungen gewählt werden. In der Vollzeitvariante dauert es 1 Jahr in der Abendform 2 Jahre bis zur Abschlussprüfung.

Berufliches Gymnasium

Die gymnasiale Oberstufe an OSZ besticht durch die Bereicherung des allgemeinbildenden Fächerspektrums durch spezielle Fächer. Beispielsweise Wirtschaftslehre, Recht, Rechnungswesen und Informatik falls der Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung gewählt wird. Abgeschlossen wird die Laufbahn am Beruflichen Gymnasium mit der allgemeinen Hochschulreife. Die Orientierung an Schwerpunkten bildet für eine angestrebte Ausbildung natürlich schon ein gutes Fundament. Überdies werden bestimmte Fächer an den Hochschulen schon auf das Grundstudium angerechnet. Besuchen kann das Berufliche Gymnasium, wer noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet hat und in die gymnasiale Oberstufe versetzt wurde bzw. nach Absolvierung der 10. Klasse die Berechtigung erlangt hat, ein Gymnasium in Aufbauform zu besuchen. Die Ausbildung dauert 3 Jahre.