OECD-Wirtschaftsbericht – Bildungssystem in Deutschland mangelhaft

Natürlich könnte man bei neutraler Betrachtung des Wirtschaftsberichtes der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) die positiven Ergebnisse wie den wirtschaftlichen Aufschwung in den Vordergrund stellen, allerdings hätte diese Nachricht dann keinen Platz auf diesem Bildungsblog gefunden. Viel interessanter und ein schon lang von uns kritischer Aspekt des Wirtschaftsberichtes ist die Einstufung des deutschen Bildungssystems.

„Es bedarf weiterer Bildungsreformen, um Bildungserträge und Bildungsniveaus anzuheben und den Effekt des sozioökonomischen Hintergrunds auf die Bildungsergebnisse zu verringern“, heißt es in dem Bericht. Heißt letztendlich für Deutschland, wenn man den wirtschaftlichen Aufschwung am Leben erhalten, bedarf es einer umfassenden Reform des Bildungssystems. Im Fokus der Kritik steht das dreigleisige Schulsystem mit Haupt- und Gesamtschule sowie Gymnasium. Zudem äußerste man sich kritisch über die mangelnde Qualität der Lehrkörper und die wenig vorhandenen frühkindlichen Bildungsmöglichkeiten. In der Summe daraus wird Deutschland in naher Zukunft über einen Mangel an Fachkräften verfügen, bestimmte Schlüsselpositionen können nicht besetzt werden, was wiederum zu einer Schwächung der Wirtschaftskraft führt.

Die OECD hat im Rahmen des Wirtschaftsberichtes einen 15 Punkte-Plan erarbeitet, der Deutschland bei den Reformen unterstützen soll. Unter anderem ist eine Empfehlung ausgesprochen worden, Kinder nicht schon im Alter von zehn Jahren auf unterschiedlichen Schulformen zu schicken, um eine nachhaltige Entwicklung von Kindern nicht behindern.

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