Nutella: Ungesundes wird im Werbespot als gesund dargestellt

Den süßen Aufstrich von Ferrero, den es seit 1965 gibt, kennt wohl mittlerweile jeder. Die meisten mögen ihn auch und konsumieren zu jedem Frühstück oder abends mit dem Löffel einfach so. Die Rede ist natürlich von Nutella.

In der Werbung ist die Nuss-Nougat-Creme schon eine ganze Weile durch Fußballer der deutschen Nationalmannschaft vertreten. Zu sehen sind genauer gesagt Tim Borowski, Arne Friedrich, Marcell Jansen und Kevin Kurányi.

„Nutella auf’s Brot – da hast du was drauf!“ Da fragt man sich, was einem diese Werbebotschaft vermitteln soll? Eventuell, dass man genauso viel Sport wie die „Botschaftsträger“ machen muss, um die Überschüssigen Pfunde, die man durch’s Nutella essen nun auf den Hüften hat, wieder herunter zu bekommen?! Aber nein, es liegt natürlich daran, dass Ferrero Sponsor der Nationalmannschaft ist.

Dennoch könnte man auch annehmen, dass einem nicht bewusst gemacht werden soll, dass zu viel des Guten nicht so gesund ist. Schließlich sehen die Fußballer nicht gerade übergewichtig aus. Wie sollen Unwissende also auf die Idee kommen, dass es auch anders gehen kann, wenn man jeden morgen dicken Aufstrich davon auf’s Brot macht.

Meiner Meinung nach, wird, wie teilweise woanders auch, versucht ein eher ungesundes Produkt als gesund und ausgewogen zu verkaufen. Auch wenn natürlich nichts gegen Nutella ab und zu einzuwenden ist! Allerdings komisch, wenn dort im Fernsehen wirklich nichts anderes auf den Tisch kommt.

Für alle Sammlerfreunde ist es vielleicht auch noch besonders schön, wenn man mit Punkten auf Packungen von Ferrero-Produkten Prämien bekommen kann. Aber vielleicht müsste man am Ende mal den Stapel an Süßigkeiten aufbauen, damit man sieht, was man für einen Ball oder ein T-Shirt alles verschlingen musste.

Sicherlich sollte man nicht immer Kalorien zählen, sondern einfach mal genießen. Und natürlich kann man auch nicht in einer Werbung sagen „unser Produkt macht dick“. Jedoch wird vielen Kindern durch solche Werbespots falsches Essverhalten aufgezeigt. Irgendwo würde es auch sicher einen anderen Weg geben, der nicht ganz so dreist ist.

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