Mobbing in der virtuellen Welt

Unter Mobbing versteht man im Allgemeinen die systematische Diskriminierung von Personen, die oft aus niederen Beweggründen heraus geschieht. Häufig reichen äußere, nicht der Norm entsprechende Merkmale aus, um zum Opfer von Mobbingattacken zu werden.

Doch längst beschränkt sich diese Thematik, welche in den letzten Jahren vermehrt in den Medien auftauchte, nicht mehr nur auf Belange der realen Welt. Der heutzutage unumgängliche Umgang mit dem Internet bietet leider auch Mobbern eine Plattform. So scheint es mittlerweile gang und gebe, reale Geschehnisse in die virtuelle Welt zu übertragen und sich dort auf anderer Ebene damit auseinanderzusetzen.

Die Schüler-Plattform SchülerVZ, deren Sinn es im Grunde ist, Schülern die Möglichkeit der interaktiven Kommunikation zu bieten, wird immer öfter als „Mobbing-Center“ missbraucht- auch Lehrkräfte sind davon betroffen.
Immer häufiger werden persönliche Attacken auf Lehrer und Lehrerinnen, mit denen man in der Schule Probleme hat, im SchülerVZ vollzogen. Dass die betroffenen Personen selten oder nie Zugang zu bzw. Wissen über dieses Geschehen haben, scheint mobbenden Schülern ein Ansporn zu sein, die Diskriminierung häufig schamloser fortzusetzen.

Wer Zeuge eines solchen Mobbingfalls wird, sollte an den Verstand der Schüler appellieren oder gegebenenfalls sogar die betroffene Lehrperson darüber informieren. Konflikte können auch auf andere Weise ausgetragen werden, als sie durch das Übertragen ins Internet auf unfairste Art zu thematisieren.

No Responses