,,Mobbing“ in der Schule

,,Hör mal, wie der spricht!“ – ,,Und wie der überhaupt aussieht!“ – Kinder können untereinander recht böse zueinander werden, insbesonders in der Schule wird ,,gemobbt“ bis es eskaliert.

Wissen Sie, wie es ist, ausgegrenzt zu werden? Wenn man mit seinem Pausenbrot alleine in der Ecke steht und zusehen darf, wie andere ihren Spaß haben – sowas kann sehr verletzen.
Aber das ist noch die harmlosere Form von dem sogenannten ,,Mobbing“, wie das ,,Fertigmachen“ von anderen heute denglisch ausgedrückt wird.

Ausgrenzung ist – wie gesagt – die harmlose Art, jemanden zu diskriminieren. Oftmals werden die ausgesuchten Schüler schikaniert, bloß gestellt und/oder verprügelt, erpresst und bedroht. Kein Wunder also, wenn die Bauchschmerzen immer öfter werden und das Kind bei blendender Gesundheit die wahnwitzigsten Krankheitsbilder entwickelt. Psychosomatisch nennen das die Ärzte und raten die Konfrontation mit der verhassten Situation.

Aber hilft das tatsächlich? Dem Bösewicht mit erhobenen Zeigefinger eine Moralpredigt halten, läuft Ihnen da nicht auch ein kalter Schauer über den Rücken? Tatsächlich macht diese Art von Lösung meistens alles noch viel schlimmer und Sie verlieren die Achtung und – was noch viel gravierender ist – das Vertrauen des eigenen Kindes.
Aber was dann gegen die permanenten Verletzungen unternehmen?
Wichtig ist, erst einmal heraus zu finden, warum das Kind ins Abseits gerutscht ist. Unterscheidet es sich von anderen? Anhand einer Behinderung vielleicht oder teuren Klamotten oder seinem Aussehen? Seiner Weltanschauung, seiner Religion oder seiner Geschichte?
Oder hat das Kind vielleicht sogar selber Schuld, den Stein zuerst aus dem sprichwörtlichen Glashaus geworfen?
Dazu müssen sie kommunizieren, reden, sich unterhalten. Und dann gemeinsam mit Lehrern und Kind nach einer Lösung suchen.

Zum Beispiel könnte man doch einen gemeinsamen, neutralen Klassenkameraden dazu animieren, zwischen den Fronten zu vermitteln. In der Schule meiner Schwester greift jetzt ein völlig neues Konzept: Es wurde einfach eine sogenannte ,,Friedenstruppe“ gegründet, die sich aktiv für schwächere Schüler einsetzt. Wo Stress ist, da sind die Friedensstrifter zur Stelle. Das Ganze war ein Projekt eines Wahlpflichtkurses, so hatten die Schüler viel Zeit und Motivation, sich mit der Thematik auseinader setzen zu können.
Ich persönlich finde die Idee klasse und könnte mir durchaus vorstellen, dass dieses Prinzip in vielen bis allen Schulen etabliert wird. Denn dabei wird gezielt auf Prävention gesetzt, so, dass die Konflikte vielleicht schon im Keim erstickt werden.

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