Kinder und Schüler werden häufiger als früher therapiert und werden psychisch instabil

Ich habe es geahnt. Immer mehr Schüler gelten als psychisch krank, immer öfter werden psychische Krankheiten bei Schülern diagnostiziert und müssen eine Therapie machen.

Irgendwie musste es ja kommen. Seit Jahren schon ist es irgendwie ,,lässig“, einen eigenen Therapeuten zu haben, vor dem man seine mentalen Schubladen entleert. Und sich eine schicke Neurose zu suchen und sich selbst anzudichten, gilt ja auch schon länger als ,,interessant„, anstatt als ,,krank“. Mit psychischen Krankheiten wird bespaßt, kokettiert und herum gespielt, während die psychisch wirtschaftliche Sparte Geld verdient. Logisch.

Und jetzt sind es eben Eltern, die ihren Kindern immer häufiger Entwicklungsstörungen, fehlende Sprachkompetenzen oder Lerndefizite andichten. Früher haben Mütter sich noch geschämt, wenn sie eine geistige Behinderung angeben mussten. Heute ist das irgendwie normal. Weil, niemand ist ja perfekt. Genau.

Ich glaube ja, da wird wieder einmal vieles überinterpretiert. Eltern reagieren übervorsichtig und oft auch unselbstständig. Indem sie die Probleme einen Therapeuten lösen lassen, sind sie selbst ja fein raus. Mal davon abgesehen, haben Eltern auch zuviel Angst. Das ist wie mit dem draußen spielen. Früher hat mich Oma durch den Schlamm gejagt, damit ich eine gesunde Abwehr entwickele. Heute werden da Augenbrauen hoch gezogen.

Aber andererseits herrscht auch ein höhere Leistungsdruck in den Schulen und die beruflichen Perspektiven sind auch nicht mehr so rosig. Da kann es schon sein, dass das eine oder andere Gemüt anfäng, chronisch darunter zu leiden. Auf jeden Fall eine seltsame Tendenz, wie ich finde. Und für Kinder bestimmt nicht gut. Denn ich glaube, keinem Kind gefällt es sonderlich, eine Macke angedichtet zu bekommen, die es vielleicht gar nicht hat. 

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