Jungs und Mädchen getrennt unterrichten

Irgendwie klingt das wie die schwarzweiß Verfilmung einer Geschichte, die (eigentlich) längst hinter uns liegt: Die Geschlechtertrennung in der Schule.

Meine Cousine hat auf einem katholischen Mädchengymnasium ihr Abitur absolviert. Und beinahe hätte es auch mich dorthin ,,verschlagen“ – heute bin ich sehr froh über den Umstand, der mich zum genauen Gegenteil führte: Einem gemischen technischen Gymnasium. Jedoch möchte ich den Punkt Geschlechtertrennung einmal ausführen, da es doch ein diskussionswürdiges Thema ist.

Frauen und Männer sind verschieden. Eine unbestrittene Tatsache. Und oftmals weht mit der Pupertät ein spannungsgeladener Wind durch die Klassenzimmer in unseren Schulen. Verliebte Blicke, nervöses Gekicher oder aber das Mobben des anderen Geschlechts – plötzlich ist Mathematik nur noch zum Differenzieren oder Summieren der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Rike und Thomas gut. Kein Wunder, dass viele Lehrer die Trennung beider Geschlechter befürworten.

Aber auch die Tatsache, dass Jungs Mädchen angeblich immer um ein Jahr in ihrer Entwicklung zurück liegen, spricht für die unterschiedlichen Schulen. So könnte man intensiver auf die jeweiligen Bedürfnisse eingehen und so noch ein effizienteres Lernen erzeugen. Und zu guter Letzt kommen ja auch noch Kleinigkeiten wie der Sportunterricht hinzu, der sich ohnehin schwierig gestaltet, da Mädchen sich kaum für Fußball und Jungs sich nicht für den Schwebebalken begeistern lassen.

Meine Meinung? Natürlich bin ich absolut dagegen! 😉
Jungs und Mädchen lernen eine ganze Menge voneinander und gerade die Schule wird von den Jugendlichen häufig dazu genutzt, sich zu beschnuppern – was auch völlig legitim ist. Oder sind Sie etwa von der Schule geflogen oder sind sitzen geblieben, weil Sie sich verliebt haben? Nein, oder? Eben. Ich auch nicht. Mal davon abgesehen, dass es für die Entwicklung unabdingbar ist, dass Mädchen und Jungen zusammen sind. Und zusammen unterrichtet werden.
Im Übrigen kenne ich eine ganze Menge Frauen, die ihren männlichen Artgenossen viele Schritte hinterhinken… das mit dem Jahr Reife, dass den Männern angeblich fehlt, halte ich persönlich für ein Gerücht.

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