Job neben der Schule

Wer sich neben der Schule sein Taschengeld ein bisschen ,,aufpolieren“ möchte, kann das gerne tun – wenn er einige Grundregeln dabei beachtet.

Ich kann mich noch gut an meinen ersten Job erinnern. Da bin ich gerade in die Oberstufe versetzt worden und beschloss, mir ein paar müde Mark in der Pizzaria nebenan zu verdienen. Dort sprach kaum jemand Deutsch, aber das machte nichts, als Tellerwäscherin musst du nun ja nicht die kompliziertesten Zusammenhänge verstehen, nicht die Welt in ihrer gesamten Komplexität, sondern eigentlich nur, wie man einen Teller abwäscht und Kühlschränke mit Zahnbürsten schrubbt.

Ich habe mir damit an zwei Abenden in der Woche jeweils immer sechzig Euro zusätzlich verdient. Ich habe den Job dann später aufgegeben, weil ich einen spannenderen gefunden habe, als ich achtzehn wurde: Thekenfrau.
Sich am ersten Weihnachtstag die frustrierten Geschichten depremierter, verlassener Ehemänner anzuhören und dafür auch noch zwanzig Euro Trinkgeld zu kassieren, war weitaus interessanter als die Fliesen eines verdreckten Restaurants zu wischen.

Die lukrative Geschichte hat jedoch auch Nachteile: In einer gymnasialen Oberstufe muss gelernt werden und das oftmals auch am Wochenende. Wer an diesen Wochenende jedoch nur arbeitet, vernachlässigt eben oftmals die Schule, wie das bei mir später gewesen ist.
Auch muss die Gesetzeslage beachtet werden: Unter Achtzehnjährige haben andere Auflagen, dürfen beispielsweise eben nicht in einer Disco oder einer Kneipe arbeiten. Und auch die Stundenzahl, die man als beispielsweise Vierzehnjährige arbeitet, darf eine bestimmte Zahl nicht überschreiten.

Wer sich damit aber auseinander gesetzt und sich auch überlegt hat, ob er sich damit nicht vielleicht überfordert, indem er nicht mehr genug für die Schule lernen kann, dem steht dann nichts mehr im Wege. Besonders gerne arbeiteten meine Klassenkameraden als Zeitungausträger, wo man einfach an bestimmten Nachmittagen die Zeitungen nach Hause zu den Abbonennten bringt.
Aber womit man auch immer gut ,,punkten“ kann: Als Babysitter bei den Nachbarn arbeiten oder den Hund der alten Dame von gegenüber mal ausführen, den Rasen mähen oder sogar Nachhilfe geben, wenn es ein Fach gibt, in dem du besonders fit bist. Es gibt da zahlreiche, kreative Möglichkeiten, bei denen man nicht gleich unter ,,Dach und Fach“ mit einem richtigen Arbeitsvertrag gebracht wird.

Und übrigens: Ein Minijob macht sich immer gut im Lebenslauf! Der Arbeitgeber sieht immer gern, dass da jemand auch außerschulisch irgendwie engagiert gewesen ist und nicht nur ,,faul vor der Glotze“ gehockt hat!

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