innovative Schule in Dreiecksländern

In den sogenannten ,,Dreiecksländern“ greift ein neues, irgendwie unbekanntes, System um sich: Der gemeinsame Unterricht mit den Kindern aus den Nachbarsländern Tschechien und Polen.

,,Schulen brauchen Gestaltungsräume, keine Vorgaben“ so ein Pädagoge, dem ich nur zustimmen kann. Unsere Bildungspolitik stottert herum und wühlt sich haareraufend durch eine schlechte Reform nach der anderen, die Schule ist ein hartes Brot geworden, welches mittlerweile krustig und abgestanden schmeckt. Hier ist das anderes. Anstatt Stundenpläne gibt es Wochenpläne und Lehrer sind jetzt Lernbegleiter. Alles ist freier, ungezwungener und – effektiver.
Denn einmal pro Woche haben die Kiddies mit ihren ausländischen Nachbarn zusammen Unterricht: Kunst, Sport und Mathe stehen auf dem Plan. Und hier kann man gleich in der Praxis die Sprache der anderen lernen.

Das Ziel dieser unkonvetionellen Form ist es, den jungen Heranwachsenden beizubringen, selbstständig zu lernen und selber entscheiden zu lernen, wo sie sich zügeln und wo disziplinieren müssen.  Allerdings sind das hier Privatschulen, die meistens auch ein nettes Sümmchen kosten. Aber das hat eben auch seine Chance, nämlich die freie Gestaltung, die Freiheit, sich nicht an staatliche Konventionen knüpfen zu müssen, sondern neue, innovative Wege gehen zu können. Eine europäische Modellschule ist in Planung, hier wird die Theorie praktisch erprobt. Mit Erfolg.

Auch gibt es Zensuren erst ab der siebten Klasse. Vorher sogenannte Lernberichte. Allein das wäre mir schon mein Geld wert, mein Kind dorthin zu schicken, denn ich finde Schulnoten schon lange überholt und am eigentlichen Ziel vorbei geschossen. Denn hinter diesen Zahlen wird der Mensch nicht sichtbar und keine Persönlichkeit lässt sich anhand von Noten darstellen. Also ich finde dieses Schulsytsem wirklich klasse und allemal effektiver, als die idiotischen Reformen, die die staatlichen Schulen permanent über sich ergehen lassen müssen. Manchmal habe ich den Eindruck, unsere Bildungspolitik traut sich nicht, einen wirklichen Schritt nach vorne zu machen und tritt deshalb mit schwitzigen Händen nervös auf der Stelle.

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