Hausaufgaben sind sehr wichtig für die Vertiefung des Unterrichts

Hausaufgaben. Was für ein leidiges Thema! Nicht nur die Schüler machen sie wahnsinnig, auch Eltern und Lehrern stellen sich die Nackenhaare auf, wenn es um dieses unangenehme Übel geht, welches keiner so richtig mag und will.

 

Schüler nervt es, klar. In seiner Freizeit will man ,,bolzen“ oder mit Freundinnen quatschen. Oder zumindest mal ein bisschen die Seele baumeln lassen, aber nein, man vergräbt seine Nase in staubige Mathematik-Wälzer, grübelt über physikalische Zusammenhänge und lernt lästige Vokabeln.
Lehrer graust es vor der morgendlichen Abfrage, wer die Hausaufgabe überhaupt angefertigt hat. Klaus bekommt schon wieder einen Strich, was eine schlechtere Endzeugnisnote bedeuten muss. Frau Hakennase seufzt. Es frustriert, schlechte Zensuren vergeben zu müssen, weil jemand schlicht und ergreifend faul ist.

Und Eltern sind von dem täglichen Streitthema Nr. 1 auch sichtlich gestresst. Jeden Mittag gibt es die gleiche Diskussion: Was hast du auf? Wann machst du sie? Wollen wir sie zusammen machen? Man meint es doch nur gut und trotzdem wird man andauernd angenörgelt, angemosert und erntet biestige Gesichter, die sofort schlechte Laune wie Pestizide versprühen. Autsch.

Dabei sind Hausaufgaben so wichtig! Sie untermauern den Unterricht vom Vormittag und vertiefen das neu erworbene Wissen. Probleme, die Frau Hakennase an der Tafel erläutert hat und bei der Klaus lieber Liebesbriefe an Anne geschrieben hat, muss er jetzt zuhause selber lösen und lernt dabei, ohne dass er es darauf abgezielt hat.
Die Hausaufgaben integrieren Bildung, Wissen und Denkstrukturen in den Alltag, fördern und zwingen das Kind zur Entwicklung, weil es hierbei selber denken muss und nichts vorgekaut bekommt. Sehr schön.

Natürlich gibt es aber auch ein ,,aber“ 😉 . Denn Hausaufgaben können auch frustrieren, wenn sie einem unlösbar erscheinen. Wenn Eltern daneben hocken, immerzu schimpfen und gänzlich ungeduldig sind. Nach dem Motto: Das ist doch so einfach, wieso kapierst du es nicht? Dann sind Hausaufgaben kontraproduktiv. Sie lassen den Schüler auf der Stelle treten, weil er sich selbst nicht entfalten kann, wenn der Druck zu groß ist.
Wenn Eltern es aber zu locker angehen, kann es, wie bei Klaus, passieren, dass das Kind gar nichts mehr zuhause investiert – und deshalb im Unterricht nicht mehr folgen kann. Ehe man sich´s versieht, ist die Versetzung gefährdet und die Fünf unter der Fußsohle festgetreten.

Also sollte man das Thema durchaus ernst nehmen und dementsprechend handeln. Denn durch sie lernt man auch oft mehr, als im Unterricht selbst, weil das erlernte Wissen eben auch aktiv angewendet werden muss, anstatt sie in einer finsteren Ecke der Erinnerung abzuschieben, in der man erst einmal rumwühlen müsste, um sie überhaupt wieder zu finden.

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