Hauptschulsterben in Deutschland

Wirft man einen genaueren Blick auf das deutsche Bildungssystem, so stellt sich Ernüchterung ein. Noch nie war das Hauptschulsterben größer.

Hauptschulsterben das ist einer dieser Begriffe den noch nie jemandem wirklich Ohren gekommen ist, doch hinter diesem Neologismus steckt weit aus mehr als die Schließung von ein par Hauptschulen. Alleine das Wort sterben impliziert, dass wir uns in einer ernsthaft misslichen Situation befinden, denn der enorme Hauptschulrückgang ist Zeichen ernstzunehmender Bildungspolitischer Mißstände.

Hauptschulsterben – Weshalb?

Grund für den enormen Schulrückgang seien demografische Entwicklungen, sowie sinkende Anmeldezahlen. Aber gerade die sinkenden Anmeldezahlen sind Anlass genug, Kritik an dem vorherrschendem Schulsystem zu nehmen. Eltern entscheiden sich bewusst gegen die Hauptschulausbildung. Der Ruf der Hauptschulen entwickelt sich immer schlechter und scheint immer öfter Grundzüge gängiger Klischees, auch im wahren Leben wiederzuspiegeln. Bei Hauptschülern ist häufig ein enormes Bildungsdefizit erkennbar. Mittlerweile beginnen viele nicht einmal eine Ausbildung, sondern leben auf Kosten des Staates. Auch sind die Chancen einen Ausbildungsplatz zu bekommen für Hauptschüler geringer als für Gymnasiasten und Realschüler. Wer auf eine Hauptschule geht wird sozial klassifiziert und unterliegt einer Selektion.

Lösungsansätze

Ansich schreit die momentane Bildungssituation Deutschlands nach einer neuen Reform, doch einige politische Fraktionen zieren sich, von dem dreigliedrigen Schulsystem Abstand zu nehmen. Zu Groß sei die Sorge vor einem nicht mehr eindeutigen Bildungsprofil zukünftiger Schulabsolventen. Teilweise dringen aber auch durchaus Vernünftige Töne an die Öffentlichkeit. So denkt man an eine, an das skandinavische Schulsystem angelehnte, Reform. Im skandinavischen Schulsystem sind Individualisierung und Förderung Zentrum der schulischen Ausbildung. So gibt es eine neun jährige Gesamtschule, mit integrativen Charakter. In Schweden werden zum Beispiel   für jeden Schüler individuelle Lernpläne angefertigt, um sich dem Lerntempo und Lernstil anzupassen.

Man muss nicht gleich das ganze deutsche Schulsystem reformieren, es auseinanderreißen und möglichst schnell wieder zusammenbasteln. Lieber sollte man kleine, aber sinnvolle Schritte in eine effektive, neue Richtung gehen.

Für alle die nun Interesse an diesem Thema bekommen haben gibt es hier noch einen Artikel zum nachlesen.

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