Hauptschulen sollten zu Ganztagsschulen umfunktioniert werden

Eine Sommer-Akademie stellt fest: An den Hauptschulen ist noch lange nicht alles verloren!

Über die Probleme der Hauptschulen schreibe ich ja immer wieder. Die ,,sozialen Auffangbecken“ bzw. die geschimpften ,,Restschulen“ bergen kein Potenzial mehr, werden kaum gefördert und sowieso: Die, die tatsächlich ihren Schulabschluss erlangen, landen trotzdem in der Arbeitslosigkeit.

Eine Universität aus Lüneburg startete deshalb ein ungewöhnliches Projekt: Sie gründeten eine Akademie im Sommer 2007, um jungen Hauptschülern auf ihrem schulischen Weg ein Stück zu begleiten. Und dabei wurde erstaunliches heraus gefunden.
Zum Beispiel dass die Schüler gerne lesen – wenn sie entsprechend motiviert werden. Und das die Probleme oft gar nicht mal in Lernschwächen zu finden sind, sondern im wankelmütigen Selbstbewusstsein der jungen Menschen. Wenn sie Angst hatten, dass eine Aufgabe nicht zu schaffen sei, haben sie sie gar nicht erst versucht.
Das ist eine Mentalität, die natürlich einiges aussagt.

Genau da setzte die Uni an und erreichte erstaunliches. Nur einer schaffte seinen Hauptschulabschluss nicht. Viele fanden noch während der Akademie einen Ausbildungsplatz. Ein Hoffnungsschimmer am Horizont? Ein zartes Glimmen an einem ansonsten düsteren Nachthimmel? Nein. Die Hauptschulen bleiben, was sie mittlerweile geworden sind: überflüssiger Ballast einer schwankenden Bildungspolitik. Auch die Verantwortlichen dieses Experiments plädieren für die Ganztagsschule, um gezielter fördern und auffangen zu können.

Ganztagsschulen sind ja schon ein netter Vorschlag, aber ich bin und bleibe bei der Einführung der Gesamtschule, denn diese hält jedem Schüler jede Möglichkeit offen, welchen Abschluss er absolvieren möchte. Und das jederzeit. Außerdem geht dieses Konzept Defizite sofort an und degradiert trotzdem nicht. 

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