Hauptschule als Chance für junge Menschen

Immer wieder hacken alle möglichen Medienvertreter auf die Hauptschule herum. Auch ich habe hier im Blog des Öfteren kein gutes Haar an der verschrieenen ,,Restschule“ gelassen.

Dabei sollte man ihr durchaus noch Chancen einräumen. Natürlich bin ich auch weiterhin für die totale Einführung der Gesamtschule, allerdings sollte man die Hauptschule auch mal wieder in einem positiven Zusammenhang erwähnen.
Denn für viele Schüler ist sie nicht das Auffangbecken, sondern eine tatsächliche Chance, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es selbst für richtig erachten.

Viele Jugendliche und Kinder entwickeln sich erst später zu einer ausgewachsenen Persönlichkeit, die wissen, was sie wollen. Diese späte Jugend hat den Nachteil, dass die Schule als nerviges, unwichtiges Utensil des Alltags gehandhabt wird und somit in der Prioritätenliste ganz weit unten steht. Viele Pädagogen nehmen da fälschlicherweise an, dass der Kerl generell ein fauler ist oder aber schlichtweg nicht so intelligent. Die schlechten Zensuren über die Jahre hinweg beweisen es ja. Und schwupps, ist die Hauptschulempfehlung da.

Und dort geht es auch erst einmal so weiter. Der Junge oder das Mädel rutscht durch die Klassen und Jahre und nichts ändert sich. Bis zu diesem denkwürdigen Jahr, ab dem alles anders wurde. Denn viele Kiddies machen in einer Phase ihrer Reife einen schnellen Schub durch, der sie – fast wie über Nacht – in ein zielstrebiges, erwachendes Wesen verwandelt. Plötzlich wird gelernt, plötzlich hat man ein Ziel und plötzlich wunderbare Noten. Der Hauptschulabschluss wird mit Bravour gemeistert und dafür noch die Realschule dran gehängt. Manchmal sogar noch das Gymnasium. Die Eltern sind einfach nur noch erstaunt und überglücklich – der Sprössling eben endlich erwachsen.

Nun ist es aber auch so, dass viele Schüler tatsächlich einen besseren Abschluss auf einer Hauptschule erzielen. Ganz egal, wie weit sie in ihrer Persönlichkeit entwickelt sind. Und wer mit Ach und Krach seinen Realschulabschluss absolviert, steht auf dem Arbeitsmarkt genauso schlecht dar, wie der Hauptschüler mit dem 1er Schnitt. Der allerdings muss sich vor seinem zukünftigen Arbeitgeber nicht rechtfertigen, sondern kann sich auf seinem bombastischen Durchscnitt ,,ausruhen.“

Das Problem ist ja nun aber, dass die Hauptschule eben keinen guten Ruf in Deutschland genießt. Dass sie als allgemeine ,,Restschule“ geschimpft wird, wo mit Drogen gedealt wird und Gewalt auf dem Schulhof alltäglich ist. Deshalb muss ihr Image erst einmal aufpoliert werden, was nicht so einfach ist. Außerdem glaube ich, dass die Einführung der Gesamtschule einfach sinnvoller und effektiver wäre, als die Hauptschule vom Inhalt her zu sanieren.
Aber das ist ja auch nur meine bescheidene Meinung 😉 .
Hier könnt ihr euch eine eigene bilden.

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