Haben Vorschulkinder anderen Schülern in der Grundschule tatsächlich einen Vorteil?

Noch vor der Einschulung überlegen Eltern, was das Beste für ihr Kind wäre: Vorschule, um schon mal ein bisschen Wissen zu fundieren? Oder das Kind noch eine Weile Kind sein lassen?

Diese Frage ist müßig und daher widmeten sich einige Wissenschaftler diesem ,,Problem“ und fanden heraus: Nur vordergründig ergibt es einen Vorteil, wenn das Kind eine Vorschule besucht. In den ersten drei Jahren schneidet das Kind in der Grundschule besser ab, aber danach dreht sich der Spieß um: Kinder, die nur halbtags Unterricht haben, die schneiden ab der dritten Klasse deutlich besser ab.

Seltsam? Keineswegs. Die Forscher erklären es sich mit der Tatsache, dass deren Eltern einfach mehr Zeit für ihre Kinder haben und ihnen das Wissen selber beibringen. Durch das Familienklima wird der Nachwuchs sehr viel mehr gefördert, entwickelt sich also noch weiter, als das Vorschulkind. Was zur Folge hat, dass das Kind in den ersten Jahren in der Schule sitzt und sich langweilig, also schlichtweg unterfordert ist.

Mich wundert´s nicht. Ich hatte beides: Einen Papa mit viel Zeit und Vorschule. In der Schule habe ich ein paar Brocken lesen im Bilderbuch gelernt und Playmobil gespielt und bei meinem Vater schon erste Grundgerüste der Mathematik einverleibt bekommen. Eltern gehen auf ihr Kind natürlich intensiver und aufopferungsvoller ein, als Sozialpädagogen, die eine zwanzigköpfige Massenabfertigung hinlegen müssen. Aber es ist natürlich ganz klar, dass die Zeit mit den Eltern konstruktiver sein muss, als die, die man ohne sie verbringt. Liegt ja schon in der Natur der Sache.

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