Gemeinschaftsschule: Kann Lernen an integrativen Schulen gelingen?

Als Gemeinschaftsschule bezeichnet man eine Variante aus Gesamt- und Einheitsschule, die eine innere Differenzierung aufweist und eine Alternative zum mehrgliedrigen Schulsystem darstellt.

Diese Schulform steht für unterschiedliche Formen, in denen längeres gemeinsames Lernen ermöglicht wird. Das Prinzip einer Gemeinschaftsschule ist die flexible Zusammenarbeit unterschiedlicher Schularten bis zur kompletten Zusammenführung zu nur einer Schulart, wobei das Ziel einer längeren gemeinsamen Schulzeit im Vordergrund steht. Dadurch soll eine höhere Durchlässigkeit im Bildungssystem und eine effektivere Integration von Kindern mit Migrationshintergrund erzielt werden.

Das Prinzip der Gemeinschaftsschule

An den Schulen werden die Kinder und Jugendlichen von der ersten bis zur zehnten Klasse oder auch bis zum Abitur ganz gleich welcher ethischen, sozialen und kulturellen Herkunft gemeinsam unterrichtet. Religionszugehörigkeit und eventuelle körperliche Beeinträchtigungen spielen dabei auch keine Rolle. Die Kinder sollen voneinander und miteinander lernen.

Das Verhältnis untereinander ist von Akzeptanz bestimmt und niemand wird aufgrund mangelnder Leistungen der Schule verwiesen. „Verschiedenheit gilt als normal und ist Ausgangspunkt für individuelles Lernen und individuelle Förderung. Die Gemeinschaftsschule ist auf Erfolg ausgerichtet und nicht auf Scheitern durch Sitzenbleiben, Verweis an eine andere Schule oder verfehlte Schulabschlüsse.“

Bildung – Chancen für junge Menschen

Schulische Bildung ist sehr bedeutend für die Zukunft und für die Chancenverteilung an Jugendliche. Schon früh werden dafür die Weichen gestellt, welche Position und welche Perspektive jemand in der Gesellschaft und im Arbeitsleben hat.

Die Kluft zwischen den Jugendlichen mit bzw. ohne Chancen ist deutlich größer geworden. Experten sind sich mittlerweile einig geworden, dass diese Spaltung im Besonderen durch das gegliederte Schulsystem unterstützt wird. Dies ist anhand der PISA-Ergebnisse deutlich erkennbar.

Trotz hoher Ausgaben schlechte Ergebnisse

Berlin investiert einen hohen Betrag in das Bildungssystem (etwa 2,4 Milliarden Euro), aber trotzdem werden schlechte Ergebnisse erzielt. Eine Gemeinschaftsschule kann die finanziellen Mittel besser einsetzen und die Schüler besser unterstützen.

Das Schulsystem mit Ursprung im preußischen Drei-Klassen-Staat ist schlicht und einfach überholt und bedarf einer Ablösung. Es sollten Schulen gefördert werden, die die Schüler individuell unterstützen und keine Ausgrenzung fördern. Dadurch wird es vielen Kindern ermöglicht, einen guten Schulabschluss zu erlangen und ein Studienplatz zu erhalten.

Fragen rund um das Thema Schule werden Ihnen auf den entsprechenden Homepages der Schulen beantwortet.

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