Bei dieser Form von „Unterricht“ muss man sich für ein Institut entscheiden, das Fernlehrgänge anbietet. Zu den bekannteren Instituten sind vermutlich das ils Institut für Lernsysteme GmbH und die sgd Studiengemeinschaft Darmstadt zu zählen.

Nachdem man sich für den entsprechenden Kurs eingeschrieben hat, bekommt man dann die Lehrmaterialien nach Hause geschickt und kann sie dort in seinem eigenen Lerntempo durcharbeiten. Am Ende der Studienhefte befinden sich Einsendeaufgaben. Diese sind zu lösen und an das Fernlern-Institut zurückzusenden, wo sie dann vom zuständigen Fernlehrer korrigiert und benotet werden. Aber nicht nur beim Lerntempo ist der Studienteilnehmer flexibel, auch der Zeitpunkt zu dem der Kurs begonnen werden kann ist beliebig. Insofern ist man nicht an Einschreibefristen wie an klassischen Schulen gebunden.

Viele der Kurse bereiten auch auf einen staatlichen oder öffentlich-rechtlichen Abschluß vor, so dass der Erweb der allgemeinen oder Fachhochschulreife auch ohne den Besuch einer normalen Schule möglich ist. Zu bedenken ist aber, dass das Fernlernen auch seinen Preis hat. So zahlt der Studienteilnehmer für die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung zum Abitur, je nach bereits vorhandenem Schulabschluss und Anbieter, im Laufe der Monate insgesamt zwischen 3000 und 5500 Euro. Das ist doch schon eine recht beachtliche Summe. Allerdings sind die Vorteile, das Lerntempo selber bestimmen zu können und ortsungebunden zu sein, nicht von der Hand zu weisen.

Ob man sich nun also für den Besuch einer Schule oder die Teilnahme an Fernlehrgängen entscheidet, bleibt also den persönlichen Präferenzen und natürlich den finanziellen Möglichkeiten überlassen.