Englisch-Unterricht in der Grundschule wird kritisiert

Englisch-Unterricht in der Grundschule gibt es ja schon seit längerem. War es mal ein heiß diskutiertes Thema, ist es längt zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Doch jetzt mucken Kritiker wieder auf. Ist dieser Unterricht tatsächlich so sinnvoll?

Englisch Unterricht galt als der Schultrend schlechthin. Alle halbwegs organisierten Schulen wollten ihn haben, den Fremdsprachenunterricht. Moderne Sozialpädagogen brabbelten da was von Zeitfenstern im Gehirn, die sich nach einigen jungen Jahren wieder schließen und uns behindern, Sprachen schneller aufzunehmen.
Und dass man diese nutzen müsste.

Einige Jahre nun sind schon ins Land gezogen, ein neues hat gerade begonnen, als die Meldung durch das Internet kursiert: Dieser Trend war gar nicht so gut, wie anfänglich gedacht. Die erste Euphorie ist verflogen, zurück bleiben ernüchternde Zweifel. Denn unsere Schulen sind, wie wir ja wissen, in furchtbaren Zuständen und PISA hat es bewiesen: Unsere deutschen Schüler lesen schlecht. Und immer schlechter. Deutsch ist schon ein schwerwiegendes Problem – die Kritiker verlangen, dass wir dieses erst einmal angehen, bevor wir den lieben Kleinen auch noch eine Bürde auf´s Auge drücken.

Aber das ist noch nicht alles. Ein weiteres Problem sei die Tatsache, dass die Lehrer für eine zusätzliche Fremdsprache an der Grundschule gar nicht ausreichend genug ausgebildet seien. Im Gegenteil. Die Lehrer hätten ja angeblich schon genug Probleme mit den ,,restlichen“ Fächern und sind mit dieser ,,Mehr“-Belastung überfordert und kämen ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht nach.

Was ich denke? Blödsinn! Natürlich haben wir bildungsspezifische Probleme, natürlich müssen Lehrer wieder motiviert werden, natürlich muss generell was getan werden. Aber deshalb den Englisch-Unterricht gleich wieder an den Nagel hängen? Wieso denn? Denn die Grundidee stimmt und ist gut und richtig. Mal davon abgesehen, dass den ,,lieben Kleinen“ sehr viel mehr zuzutrauen ist, als man so gemeinhin annimmt. Meine Nachhilfeschülerin beispielsweise spricht ausgezeichnet und begeistert Englisch, ist ,,nur“ eine durchschnittliche Grundschülerin und kann auch ganz passabel lesen.

Man sollte diese Kritik nicht allzu ernst nehmen und lieber an den richtigen Baustellen arbeiten. Und sich vor allen Dingen auch darauf konzentrieren. Ich finde die Idee des Fremdsprachenunterrichtes in der Grundschule nämlich nach wie vor wirklich gut!

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