Eltern sollen ihren Kindern oft bei der Berufswahl helfen – dabei wissen sie über neue berufliche Entwicklungen oft nicht Bescheid

Deutschlands beliebteste Berufsberater sind und bleiben immer noch die Eltern. Wer kurz vor seinem Schulabschluss steht, hat es dann oft schwer mit der Qual der Wahl der vielen Berufe.

Schüler befragen gerne ihre Eltern, wenn es darum geht, sich für einen Beruf zu entscheiden. Was ja auch die logische Konsequenz ist, denn kein Kritiker ist ehrlicher, schonungsloser und auch kreativer, was die Antwort anbelangt. In einem Schüler sehen wir oft Talente und Fähigkeiten, die der Heranwachsende selber noch gar nicht wirklich wahr genommen hat. Grund genug also, nach der Schule am Mittagstisch erst einmal Mama auszufragen, was sie denn für das Beste hält.

Aber Mama kennt sich oft gar nicht mehr aus. Denn was früher Krankenschwester hieß, nennt sich heute Gesundheitspfegerin. Viele Berufsbegriffe wurden umgemurkst, so dass sie wichtiger und verlockender klingen. Jörg ist ja auch lieber Verfahrenstechnologe als ,,Müller“. Da muss man erst einmal durchblicken! Auch wir Studenten haben da oft unsere liebe Mühe mit den verschiedenen Begrifflichkeiten.

Was man aber als Elternteil in jedem Fall tun kann, ist auf Entdeckungsreise mit dem noch Schüler zu gehen. Da kann man schon mit den Fächern anfangen: Welches Schulfach war immer besonders beliebt? Welches brachte besonders gute Ergebnisse zutage? Und woran lag das? Hobbys, Neigungen und Talente kommen dabei erklärend und unterstützend hinzu. Und das Ganze versucht man in einem Beruf wieder zu finden. Einfach ist das nicht. Aber die Jugendlichen haben ja Gott sei Dank genug Zeit, sich ,,schlau“ zu machen.

Übrigens bricht jeder fünfte Schüler seine Ausbildung wieder ab – weil er sich keine seinen Neigungen entsprechend ausgesucht hat. Einfach nur Lehre und gut is´ ist eben nicht. Durchhaltevermögen braucht man nämlich in jeder Art von Ausbildung und das geht nur, wenn einem das, was man da tut, auch etwas gibt. Mal davon abgesehen, dass es eine lebenslange Langzeitperspektive ist, die man da anstrebt 😉 .

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