Drogen auf dem Schulhof

Ein großes Problem vieler Schulen ist die Verbreitung und Vermarktung von Drogen aller Art auf dem Schulhof.

Dass Jugendliche vor dem chemischen Absturz auf dem Schulhof nicht sicher sind, das macht vielen Eltern berechtigterweise Angst. Sogar ich als Landei wusste auf unserer Dorf-Schule, wo die Kühe neben dem Klassenzimmer grasen, sehr genau, wer und wo das Gras auf welchem Klo ,,vertickte“ – obwohl ich selber nie davon Gebrauch machte, aber man wusste es eben einfach.

Heute finde ich es selber beängstigend, dass ich jederzeit an jede Droge hätte heran kommen können. Denn in der Pupertät fällt es oftmals schwer, richtig von falsch zu unterscheiden und insbesondere in der Schule tut man vieles, um ,,dazu zu gehören“ und besonders cool zu wirken. Wenn das bedeutet, sich mit Drogen zuzudröhnen, dann schaltet die Vernunft bei den Heranwachsenden leider manchmal völlig aus. Leider liegt diese Idee aufgrund der Dealer-auf-der-Jungen-Toilette-Problematik sogar recht nahe, dass es tatsächlich auch soweit kommt.

Doch was dagegen tun? Ich setze ja auch bei diesem Thema wieder einmal auf Prävention. Indem eine Schule beispielsweise Talente und Fähigkeiten der Schüler fördert, was auf vielerlei Möglichkeiten geschehen kann: Sportkurse, Freizeitaktivitäten, Wahlpflichtkurse oder auch einzelne Aufklärungsprojekte, von Schülern mitgestaltet. Ein Teen, der sich ernst genommen fühlt und die Chance hat, seine persönlichen Talente zu fördern, wird in sich selbst und seiner Charakterfestigkeit gestärt, was ihn wiederum dazu befähigt, auch einmal ,,Nein“ zu blödsinnigen Mutproben zu sagen. Hier kann die Schule einiges tun, um die Verbreitung zu verhindern. Auch könnte es helfen, sich Hilfe von außen zu holen, zum Beispiel die Aufklärung mal von einem ehemaligen Drogenabhängigen machen zu lassen, weil dieser nämlich ganz authentisch von dem Leidensweg, den die Drogen beschreiben, erzählen kann.

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