Digitalisierung – endlich von deutschen Traditionsunternehmen akzeptiert

Auch Traditionsunternehmen gehen mit der Zeit. Sie müssen sogar. Der Siegeszug des Internets kam einerseits auf rasante andererseits aber auch auf schleichende Weise. Denn den Entscheidern in den großen Konzernen war das Netz zunächst suspekt und blieb es in vielen Fällen für lange Zeit. Insofern war das Internet von Anfang an darauf angewiesen, aus sich selbst heraus zu wachsen. Jetzt schickt es sich an vielen Stellen an, Marktpositionen in der Wirtschaftswelt endgültig zu besetzen.


Weit mehr als eine weitere Vertriebsschiene

Gedacht war das Internet zu Anfang ausschließlich zu Kommunikationszwecken. Für die elektronische Post wurden in größeren Unternehmen vielfach interne Lösungen bevorzugt. Erst mit dem World Wide Web begann die Industrie festzustellen, dass im Internet doch ein größeres Potenzial liegt. Trotzdem wurde dieses vornehmlich als weiterer Vertriebsweg gesehen. Zusätzlich wurde, gerade von deutschen Traditionsunternehmen, nur zögerlich Werbung im Netz geschaltet. Die eigenen Interangebote vieler althergebrachter Firmen glichen vernachlässigten Stiefkindern der jeweiligen Marketingabteilungen. Jetzt, da das Internet sich anschickt, dem Fernsehen den Rang als Medium Nummer eins abzulaufen, wird in vielen etablierten Unternehmen in Deutschland fieberhaft daran gearbeitet, die eigenen Profile auf den verschiedenen Plattformen des Web 2.0 auf einen Stand zu bringen, der auch jüngere Teile der eigenen Zielgruppen überzeugt.

Google macht ernst

Doch nicht nur von Seiten der etablierten Unternehmen findet derzeit eine massive Verstärkung ihrer Aktivitäten statt. Denn umgekehrt ist die IT-Branche damit beschäftigt, ihr Wirkungsfeld auszuweiten. Sichtbarstes Beispiel für diese Entwicklung ist das Google Car. Für dessen Prototypen haben mehrere US-Bundesstaaten die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen, welche den Einsatz im Straßenverkehr ermöglichen. Auch wenn Google mit einer Serienreife nicht vor dem Jahr 2029 rechnet, stellt diese Entwicklung gleichwohl eine ernst zu nehmende Bedrohung für die immer noch weithin traditionsbehaftete Autoindustrie dar. Entsprechend intensivieren Daimler, Volkswagen und BMW ihre Forschung in diesem Bereich und setzen verstärkt auf das Internet und seine erweiterten Möglichkeiten bei der Verbesserung von Fahrzeugen. Aber auch kleine und mittelständische Traditionsunternehmen in Deutschland wie der Wurstwarenproduzent Schwarz Cranz haben erkannt, dass Sie das Internet nutzen müssen, um auch auf lange Sicht noch erfolgreich zu sein.

Die Industrie 4.0 ist ohne Alternative

Sicherlich ist fraglich, wie schnell und nachhaltig sich Angebote wie das Google Car am Markt durchsetzen werden. Gleichwohl werden die Bemühungen der IT-Branche auf den unterschiedlichsten wirtschaftlichen Feldern weiter an Fahrt aufnehmen. Insofern kann die Industrie in Deutschland und der Welt gar nicht anders, als sich selber und aus sich heraus zu modernisieren, um auch morgen noch am Markt bestehen zu können.

Bild: ra2studio – Fotolia

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