Die Rechtschreibreform und seine Folgen

Erschreckende Bilanz: Die Schüler machen heute mehr als doppelt soviele Fehler in der Rechtschreibung als noch vor der Reform!

Mehr als zehn Jahre sind seit der Rechtschreibreform vergangen, Zeit genug also, um ,,Gras über die Sache wachsen zu lassen“, wie es so schön heißt. Uwe Grund, Forscher von der Universität Saarland, nahm dies zum Anlass, die Auswirkungen mal genauer zu betrachten.
Und kam zu katastrophalen Ergebnissen: Die Reform habe die Rechtschreibung offensichtlich nicht vereinfacht, denn während die Schüler früher nur 3,5 Fehler im Diktat gemacht haben, sind es heute 7,4.

Dabei stellen offensichtlich die Interpunktion und die Groß- und Kleinschreibung die größte Herausforderung dar, denn hier werden die meisten Fehler gemacht. Und insbesondere hier wurde massiv an der deutschen Sprache ,,herum geschraubt“, um sie für den Autonormalverbraucher einfacher zu gestalten.

Also, wirklich wundern tun mich diese Ergebnisse nun nicht, denn ich kann mich noch sehr deutlich an das Chaos erinnern, das die Politik damals veranstaltet hat. Da wurden Regeln dazu gedichtet, verändert und einige Zeit später nochmal über den Haufen geworfen und nochmal umgestaltet. Ich erinnere mich noch an das allgemeine ,,Hä?“, das durch die Klassenzimmer raunte und an die Verwirrung bei meinen Klassenkameraden und mir.
Meiner Meinung nach war die angebliche ,,Vereinfachung“ eine halbherzige Wischi-Waschi-Aktion, die viel zu schnell über den Zaun gebrochen wurde und überhaupt nicht durchdacht gewesen ist. Die Suppe löffeln dafür unsere Jüngsten aus, die mit der neuen Rechtschreibung in der Schule zu kämpfen haben.

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