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Die Europäischen Schulen

Heute möchte ich weiteres Sonder-Schulmodell vorstellen: Die Europäische Schule.

Nicht zu verwechseln mit der Europaschule, ist die Europäische Schule eine Instutition primär für die Kinder des Personals für Europäische Gemeinschaften. Doch in jeder Europäischen Schule existiert auch ein begrenztes Kontigent für „normale“ Schüler.

Warum also schickt man seine Kinder auf eine Europäische Schule?

Zunächst heißt die Schule nicht aus Spaß „europäisch“. Die Klassen sind in bis zu 15 Sprachsektionen aufgeteilt. Jedes Kind beginnt seine Schullaufbahn idealerweise dort, wo die Schulbücher in seiner Muttersprache ausliegen. In den höheren Schulabteilungen werden die Klassen dann gemischt und es kommen Fremdsprachen hinzu. So ist eine Atmosphäre sowohl kultureller als auch geistiger Begegnung gewährleistet.

Bis zum europäischen Abitur ist es für die Schüler möglich, bis zu fünf Fremdsprachen zu lernen. Wer ein europäisches Abitur besitzt, der kann sich an allen Hochschulen Europas so bewerben, als hätte er den Abschluss im jeweiligen Land gemacht. Dabei ist das Kind von der 1. bis zur 12. Klasse sozusagen auf „europäisch“ geschult worden. Aufgrund der hohen Reputation dieser Schulen ist es für die Abiturienten oft leichter, sich im anschließenden Leben zurechtzufinden.

Was klingt wie das Märchen von der idealen Schule aus Kinderbüchern, kann man auch kritisch betrachten als eine Form von Privileg für Besserverdienende.

Schließlich sind auf eine Europaschule meistens Kinder von Diplomaten zu finden. Kinder, deren Eltern keine Anstellung in der Europäischen Gemeinschaft haben, haben es zuerst einmal schwer, an dieser Sorte Schule angenommen zu werden. Die nächste Hürde ist das Schulgeld. Dieses kann zwar zu 30 % als Sonderausgabe abgeschrieben werden, es gewährleistet aber trotzdem, dass zunächst nur Kinder wohlhabender Eltern auf die Schule kommen. Soweit ich weiß, ist es an vielen Europäischen Schulen möglich, ein Stipendium zu ergattern.

Somit ist eine Europäische Schule ein tolles Modell für die, die entweder viel Geld besitzen, für die Europäische Gemeinschaft arbeiten, oder deren Kinder überdurchschnittlich begabt sind.

Das Konzept an sich ist sowieso bemerkenswert: Würden andere Schulen dieses aufnehmen, würde der Weg für ein geeintes Europa auch bildungstechnisch bereitet.

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