Deutschland benötigt mehr Migranten als Lehrer

Die Bundesregierung fordert, dass in Deutschland mehr Migranten als Lehrer eingestellt werden müssen. Das Programm des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge könnte vor allem für ausländische Schüler eine Chance sein, die in dem Lehrer ein Vorbild sehen.

Das Integrationsprogramm des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge wird nicht erst seit der Debatte über Thilo Sarrazin neu diskutiert. Der Bundesinnenminster Thomas de Maizière räumt zwar ein, dass die Probleme der Integration verschlafen wurden, aber schon länger ein neues Programm vorbereitet wird. Ein Kernpunkt der neuen Integrationspläne ist es mehr Migranten als Lehrer im Klassenzimmer einzusetzen.

Migranten als Lehrer – Die Hintergründe

Zum einen gibt es in Deutschland ein Lehrermangel, dem mit bestimmten Maßnahmen entgegen gewirkt werden muss. Man muss Abiturienten für ein Lehramtsstudium begeistern. Vor allem die jungen Leute mit Migrationshintergrund müssen für den Lehrerberuf geworben werden.

Lehrer sind für jeden Schüler wichtige Ansprechpartner und Vertrauenspersonen. Da an deutschen Schulen auch Kinder mit Migrationshintergrund unterrichtet werden, könnten Lehrer mit  ausländischen Wurzeln diese Schüler besser verstehen und eine Vertrauensbasis aufbauen. Außerdem erhofft sich die Politik mit diesem Vorhaben, dass sich auch die Eltern mehr für die schulischen Angelegenheiten ihrer Kinder interessieren und mehr in die Angebote der Schule eingebunden werden. Die sprachlichen Probleme spielen dabei dann keine Rolle mehr.

Weitere Punkte des neuen Integrationsprogramms

  • Die Deutschkenntnisse von Eltern und Kindern müssen durch sprachliche Bildung verbessert werden. Denn 1,1 Millionen Migranten sprechen schlecht oder gar kein Deutsch.
  • Die Integrationskurse müssen mehr genutzt werden, um die Migranten fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Der Kurs beinhaltet 600 Deutschstunden und 45 Stunden zur deutschen Geschichte, Kultur und zum deutschen Rechtssystem.
  • Die jungen Menschen müssen besser in die Migrationsverbände eingebunden werden. Denn die Jugend bildet das Bindeglied zwischen Schule und Verband.