Der Schulweg kann zum Problem werden, wenn kein Bus fährt und das Kind nicht mit dem Fahrrad fahren möchte

Wer zur Schule geht, der – geht – ja auch zur Schule. Und genau das ist oft ein Problem: der Schulweg.

Viele Eltern bangen oft zu der anfänglichen Schulzeit um ihr Kind. Die Schule ist eigentlich nur ein fünfminütiger Fußmarsch entfernt, aber diese paar Meter erscheinen plötzlich wie eine lebensgefährliche Weltreise. Oft endet es damit, dass Eltern ihre Kinder jahrelang selbst zur Schule bringen und ihnen somit ihre Selbstständigkeit vorenthalten.

Natürlich sind Hauptstraßen nicht zu unterschätzen. Und natürlich kann das Kind sich am Anfang vielleicht verlaufen. Aber das ist kein Grund, dem Kind ein permanenter Vormund zu bleiben. Ich finde: Übung macht den Meister! Und der ist ja auch bekanntlich noch nicht vom Himmel gefallen.
Und wenn die Hauptstraße vorsichtig passiert und der Weg gut gemerkt wurde, ist vielleicht auch die Überlegung wert, mit dem Fahrrad zu fahren. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gleich ein bisschen Bewegung.

So komme ich zum nächsten Problem: dem Schulbus. Die werden nämlich immer weiter gekürzt. Das heißt, Schulwege werden länger und oft auch problematischer. Fahrkarten gibt es auch nur ab einer bestimmten Kilometerzahl, die man von der Schule entfernt wohnt. Und ab der zehnten Klasse muss diese ohnehin aus der eigenen Tasche finanziert werden.

Wie ich das finde, muss ich euch sicherlich ja nicht erzählen. Grauselig, um es vorsichtig auszudrücken. Bildung und die dazu gehörige Einrichtung ist wichtig – da sollte auch nicht beim Weg dorthin gespart werden. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wieviel Spaß es macht, im Winter bei Minusgraden und Schneewehen um sechs Uhr morgens mit dem Fahrrad auf zugefrorenen, ungestreuten Landstraßen zum nächstgelegenen Bahnhof radeln zu müssen. War toll. Und mein Fahrrad hatte noch größere Abschürfungen als ich.

Wie gesagt, Schule ist wichtig und deshalb sollte hier auch nicht ausgerechnet am Weg gespart werden. Im Gegenteil. Denn in unserer arbeitswütigen Gesellschaft haben Eltern oft leider auch nicht die Zeit und Muße, ihre Sprösslinge wichtigtuerisch zur Schule begleiten zu können. 

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