Der Schulpsychologe – wichtiges, verkanntes Utensil

Der Psychologe wird oftmals unterschätzt, was seine Bedeutung an der Schule anbelangt.

Hatten Sie einen Vertrauenslehrer an Ihrer Schule? Und wenn ja, haben Sie ihn auch genutzt? Ein Vertrauenslehrer ist zumeist ein Lehrer, der von den Schülern demokratisch und anonym als Vertrauenslehrer gewählt wird. Das heißt, dass die Schüler ihm am ehesten ihre Probleme und Sorgen anvertrauen würden.
In einer Zeit, in der Mobbing, Leistungsdruck und Schwierigkeiten im Elternhaus sich häufen und junge Menschen sich immer verlorener in der Gesellschaft fühlen, werden solche ,,Einrichtungen“ wie Schulpsychologen immer wichtiger.
Denn der ist oft zur Stelle, wo es am nötigsten ist.

Insbesondere in der Schule treten seelische Probleme in den Vordergrund – da der Schüler hier einfach die meiste Zeit verbringt, Kontakt zu anderen Menschen hat und in der Beobachtung von sozial geschulten Lehrern steht. Und wenn dann konkret schwierige Situationen auftreten, kann der Schulpsychologe genau in diese eingreifen und analysieren bzw. mit dem Schüler gemeinsam nach Ursachen und Lösungen forschen. Auch kann dieser den Eltern beratend zur Seite stehen, vielleicht gewisse Defizite ausleuchten und einen Weg in die richtige Richtung ebnen.

Erziehung ist mittlerweile auch leider eine Sache der Schule – bzw. war es im Grunde genommen schon immer. Kann ja auch nicht anders sein, wenn das Kind die Hälfte des Tages in dieser Einrichtung verbringt. Deshalb predige ich ja auch immer, dass es einfach ernorm wichtig ist, dass die Beziehung zwischen Eltern und Schule funktioniert. Ein Psychologe kann auch hier oftmals vermitteln.

Nur leider ist der Beruf immer noch nicht so weit verbreitet, wie er eigentlich sein sollte. An meiner Schule gab es keinen – es gab nicht einmal einen Vertrauenslehrer. Doch allein die Möglichkeit, dass es auch in der Schule einen Menschen gibt, an den man sich jederzeit vertrauensvoll wenden kann, ist schon wichtig und vermittelt dem Schüler eine gewisse emotionale Sicherheit. Und gerade die ist auch ausschlaggebend für die Bereitschaft, zu lernen und für den Umgang mit dem auf ihn lastenden Leistungsdruck.

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