Deo Werbung – Männer wollen Sex und Frauen Schutz

Deo Werbung ist für Männlein und Weiblein gleichermaßen wichtig, doch die Arten der Präsentation sind wie so oft grundverschieden. Die Werbungen haben einen sehr hohen Stellenwert in den Medien, da Deo ein Produkt darstellt, welches von sehr vielen Menschen konsumiert wird. Die Hersteller sind bekannt – ob Axe, Nivea, Dove oder Fa, eigentlich erinnert man sich relativ schnell an die Marken. Doch um wirklich bei den Konsumenten im Drogeriemarkt, bei der Produktwahl, im Kopf präsent zu sein, bedarf es, aufgrund der überhand nehmenden Anzahl der Werbungen, eines guten Konzepts.

Deo Werbung muss ins Auge stechen, provozieren oder außergewöhnlich inspirieren. Es hilft hierbei schon lange nicht mehr nur eine schöne Frau bzw. einen Mann zu zeigen, der sich mit seinem Deo rundum geschützt fühlt. Schöne Models und Traumkörper haben die meisten Marken aus ihren Werbekampagnen verbannt. Stattdessen darf es eine Portion Realität mit leichtem Hang zur Übertreibung sein. Letzteres gilt zumindest für die Deo Werbungen, die die männliche Seite der Gesellschaft anregen sollen.

 

Deo Werbung – Axe ist mehr als ein Deodorant

Vergleicht man einmal die Deo Werbung für Männer und Frauen, merkt man sehr schnell, dass sich bei der Grundthematik eine sehr deutliche Grenze zieht. Dabei geht es auf der männlichen Seite vorzugsweise um das Schwitzen als absoluter Abtörner, wohingegen Frauen sich eher um ihre Kleidung und ihren Schutz sorgen machen. Die Axe Werbungen bringen den Zweck und das Ziel von Deo Werbungen eigentlich sehr gut auf den Punkt.

Ob ein Mann aus Schokolade oder ein bildhafter Springbrunnen, der aus den Achseln geströmt kommt, Provokation ist für Axe schon lange kein Fremdwort mehr. Klar, die Werbung scheint oft ein bisschen über die Grenze hinauszuschießen, aber am Ende wird den Männern immer die gleiche Message nahe gelegt. Die Frauen wollen gut riechende, nicht schwitzende Männer und daher sollte man(n) Axe verwenden. Genau deshalb zeigen sie einen kommerziellen Typen, der sehr verunsichert in verschiedenen Lebenssituationen gezeigt wird, da er sich Tag für Tag immer für seine Schweißflecken schämt.

Erst als er Axe nimmt, kann er sich auf die „wirklich wichtigen Dinge des Lebens“ konzentrieren. Mit dieser Situation kann sich bestimmt jeder Mann irgendwo identifizieren. Hierbei geht es nicht darum, dass jeder Mann ein Schweißproblem hat, doch die überspitzten Werbespots bleiben im Kopf und steigern das Vertrauen, dass das Deo das eigene, viel kleinere Problem optimal lösen kann. Auch Fußballstar Lukas Podolski warb schon für die Marke Axe. Die Deo Werbung zeigte den Spieler bei einem kleinen Experiment. Natürlich fielen die teilnehmenden Frauen in dem Spot reihenweise um, denn der Geruch der Trikots, die sich mit dem Axe Deo vermischt hatten, ließ die Frauen in Ohnmacht fallen.

 

Deo Werbung für Frauen – So überzeugen Dove, Nivea und Co.

Die Deo Werbung für Frauen ist im Gegensatz zu den Kampagnen der männlichen Seite ziemlich ruhig und fokussiert sich auf eine völlig andere Richtung. Sexistische Andeutungen und verführerische Szenen gehören hierbei nicht annähernd dazu. Für die Frauen ist es wichtig keine Schönheitsideale vor sich zu haben, sondern die Realität möglichst nah spüren zu können. Dieses Konzept war vor einigen Jahren noch undenkbar, aber heute, in Zeiten des Magerwahns, sehnen sich die Frauen nach Normalität und möchten die Ideale am liebsten hinter sich lassen.

Im Vordergrund der Deo Werbung stehen Frauen, die selbstbewusst sind und fest im Leben stehen. Das Deo soll Schutz bieten, die Haut nicht reizen und Energie schenken. Der Deodorant soll allein dazu da sein den Frauen ein gutes Gefühl zu geben und ihnen Kraft für den Tag zu schenken. Im Gegensatz zu Axe, wo eher die männliche Potenz thematisiert wird als alles andere, ist es bei Dove und Co. wichtiger gesund, dynamisch und sportlich zu wirken. Frisch und glücklich, danach verzehrt sich die Frau also heutzutage. Schön wäre es wenn sich die Konzepte der Deo Werbungen auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen ließen. Doch leider sprechen Botox, Magersucht und Schönheitsoperationen eine andere Sprache.

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