Bildungsgerechtigkeit

Ein schier endloser Streit entzündet sich im Rahmen der Bildungspolitik in Deutschland an der Diskussion um die richtige Schulform. Wie die Pisa-Studien der vergangenen Jahre bereits belegt haben, gelingt es in Deutschland wesentlich schlechter, alle Bevölkerungsschichten sinnvoll in die vorhandene Bildung einzufügen.Laut Statistiken schafft es nur ein Kind von Zwölf der Arbeiterklasse ein Hochschulstudium abzuschließen. Dem in Deutschland existierenden Bildungssystem wird angelastet, junge Menschen der unteren Klassen frühzeitig zu selektieren und zudem Migrantenkinder vollkommen außen vor zu lassen. Bildungsgerechtigkeit sei angesichts der drei Schulformen Gymnasium, Realschule und Hauptschule nicht gegeben, zu früh werden Kinder in das Umfeld eines dieser Schulformen gegeben, ohne ihre perspektivische Entwicklung abzuwarten. Wissenschaftlich sei es an einzelnen Beispielen durchaus belegt, dass Kinder auch nach der sechsten Klasse ein erheblicher Leistungssprung zuzutrauen ist.

Eben diese Debatte entzündete sich schon in den 70er Jahren, wo mit der Einführung der Gesamtschulen als Brücke zwischen den Schulformen das eigentliche Problem behoben werden sollte. Laut anerkannter Bildungswissenschaftler scheitern die Gesamtschulen aber bereits an ihren Ansprüchen und ihrer Wertigkeit. Das Abitur an Gymnasien wird von Firmen und der Gesellschaft wesentlich höher bewertet als eines, das an einer Gesamtschule erworben wurde. Mit dem Einheitsabitur soll aber auch diese Ungleichheit aus der Welt geschafft werden.

Entscheidend für den Bildungsabschluss der Kinder ist vor allem das Elternhaus. Besteht dort die Möglichkeit, auf Wissensressourcen zurückzugreifen, die dem Kind helfen können und sind die Familien in Lage den Bildungsweg zu fördern, gelingt auch ein höherer Abschluss. Die Risikobereitschaft sowie die begrenzten finanziellen Mittel der unteren Klassen sowie Migrantenfamilien reichen aber in der Regel nicht aus, um den langen Bildungsweg des Kindes zu unterstützen. Am Ende muss einfach die Förderung begabter Kinder stehen, das Erkennen von Potenzialen ermöglicht eine wesentliche Verbesserung beim Thema Bildungsgerechtigkeit.

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